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I. Pflichten für

I. Pflichten für Druckereien (Kurzfassung) Am 1. Januar 2019 tritt das Verpackungsgesetz (VerpackG) in Kraft. Es bringt einige neue Pflichten für Hersteller und Vertreiber, die verpackte Waren gewerbsmäßig in Verkehr bringen, mit sich – und kann bei Nichtbefolgung zu z. T. empfindlichen Sanktionen führen. Grundsätzlich müssen alle Verpackungen lizenziert werden, die typischerweise beim Endverbraucher als Abfall anfallen. Dazu gehört auch das Versandmaterial. Jeder, der Waren verpackt und an private Endverbraucher i.S.G verkauft oder versendet, muss aktiv werden. Daher geht der bvdm derzeit davon aus, dass fast alle Druckereien vom Verpackungsgesetz in irgendeiner Art und Weise betroffen sind. Was sollten Druckereien nun tun? – Kurzanleitung: 1. Überprüfen Sie, ob Ihre Kunden private Endverbraucher (vgl. § 3 Abs. 11 VerpackG) sind und Sie somit zu lizenzierende Verkaufsverpackungen i.S.d. Gesetzes in den Verkehr bringen. Dabei ist zu quantifizieren, welcher Anteil des Verpackungsmaterials an private und Ihnen gleichgestellte Kunden oder an großgewerbliche/industrielle Kunden geliefert wird. Tipp: Für bestimmte Betriebe mit einem hohen Anteil an privaten Endverbrauchern (bzw. vergleichbaren Anfallstellen) als Kunden kann die Lizenzierung der gesamten Verpackungsmengen sinnvoll sein, da sie sich die aufwendige detaillierte Aufschlüsselung der Verpackungsmengen ersparen können. Die anderen Betriebe müssen den gesamten Kundenstamm detailliert aufschlüsseln und nur die Verpackungsmenge lizenzieren, die tatsächlich bei privaten Endverbrauchern (bzw. vergleichbaren Anfallstellen) typischerweise als Abfall anfällt. 2. Wenn Sie (als Unternehmen) lizenzpflichtige Verpackungen in den Verkehr bringen, muss sich die Geschäftsleitung höchstpersönlich umgehend bei der Zentralen Stelle Verpackungsregister (vor-)registrieren (spätestens bis zum 31.12.2018 um 13:59 Uhr), um ein Vertriebs-verbot ab dem 1.1.2019 zu vermeiden. Dies kann nur Online erfolgen unter: https://lucid. verpackungsregister.org/. 3. Ermitteln Sie die jeweiligen Gesamtgewichte der Verpackungen, die Sie pro Jahr in Verkehr bringen, aufgeteilt nach den verschiedenen Materialien, z. B. PPK (Papier/Pappe/Karton), Kunststoffe, Glas etc. (Planmenge). Tipp: Für die Planmenge an Verpackungsmaterialien können Sie beispielsweise Ihre buch-halterisch erfassten Mengen des Vorjahres ansetzten. 4. Vergleichen Sie die Angebote der neun Systembetreiber – deren Verträge und Angebote teils stark variieren. Manche Anbieter weisen Lizenzbeiträge online aus, manche nicht. Bei Lizenzkosten über 1 000 € sollten Sie in jedem Fall den persönlichen Kontakt zu den Dienst-leistern suchen und ein individuelles Angebot für Ihre zu lizenzierenden Mengen aushandeln. Registrieren Sie sich bei dem Systembetreiber Ihrer Wahl und schließen Sie einen Vertrag über die zu lizenzierenden Mengen ab. Melden Sie dem Systembetreiber Ihre ermittelte Planmenge (vgl. Punkt 3). Tipp: Fast alle Systemanbieter haben ein Kleinstmengenangebot, welches für ein oder zwei Jahre gilt, und eine bestimmte Verpackungsmenge bereits inkludiert. Hinweis: Mit dem Systemanbieter Interseroh, der die Referenten der Info-Roadshow gestellt hat, wurde ein Rabatt von 5 % ausgehandelt. Mit dem Gutscheincode* bvdm5 können Sie diesen bei Vertragsabschluss direkt online einlösen. Beim Basisangebot von Interseroh sind in 49 € Lizenzkosten eine Lizenzmenge von ca. 150 kg PPK-Verpackungen inbegriffen. 5. Melden Sie die an Ihren gewählten Systembetreiber gemeldete Planmenge auch über LUCID, der zentralen Datenbank der Zentralen Stelle Verpackungsregister. 6. Nach Ablauf des jeweiligen Kalenderjahres (bis spätestens 31.05. des Folgejahres oder bei Bedarf häufiger) müssen Sie die tatsächlich in Verkehr gebrachte Verpackungsmenge (Ist- Menge) sowohl an den Systembetreiber (für die Endabrechnung) als auch über LUCID an die Zentrale Stelle Verpackungsregister melden. 7. Sollten Sie mehr Verpackungen in den Verkehr bringen als es die Bagatellmengen (z. B. 50 t PPK-Verpackungen oder 30 t Kunststoffverpackungen) vorgeben, müssen Sie eine Vollständigkeitserklärung abgeben. 18 WINTER/2018

NEWS KOMPAKT! Fotolia/AdobeStock_68973975 II. Systembetreiber Anerkannte Systeme nach § 6 Abs. 3 VerpackV, bei denen Sie die Verpackungsmengen lizenzieren können, sind: BellandVision GmbH Bahnhofstraße 9, 91257 Pegnitz Tel. (09241) 4832-0, Fax (09241) 4832-222 info@bellandvision.de, www.bellandvision.de Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH Frankfurter Straße 720–726, 51145 Köln-Porz-Eil Tel. (02203) 937-0, Fax (02203) 937-190 info@gruener-punkt.de, www.gruener-punkt.de INTERSEROH Dienstleistungs GmbH Stollwerckstraße 9a, 51149 Köln Tel. (02203) 9147-0, Fax (02203) 9147-1394 info@interseroh.com, www.interseroh.de Landbell AG für Rückhol-Systeme Rheinstraße 4K–4L, 55116 Mainz Tel. (06131) 23 56 52-0, Fax (06131) 23 56 52-10 info@landbell.de, www.landbell.de NOVENTIZ Dual GmbH Dürener Straße 350, 50935 Köln Tel. (0221) 800158-70, Fax: 0221 800158-77 info@noventiz-dual.de, www.noventiz-dual.de Reclay Systems GmbH Austraße 34, 35745 HerbornTel. (0221) 580098-0, Fax (02772) 5759-20 reclaysystems@reclay-group.com, www.reclay-group.com RKD Recycling Kontor Dual GmbH & Co. KG Waltherstraße 49–51, 51069 Köln Tel. (0221) 474465-0, Fax (0221) 474465-99 mehrwert@rkd-online.de (oder: info@recycling-kontor.koeln), www.rkd-online.de Veolia Umweltservice Dual GmbH Hammerbrookstraße 69, 20097 Hamburg Tel. (0381) 87155-320, Fax (0381) 87715-333 de-ves-info-dual@veolia.com, www.veolia.de/dual Zentek GmbH & Co. KG Ettore-Bugatti-Straße 6–14, 51149 Köln Tel. (02203) 8987-555, Fax (02203) 8987-981 dsz@zentek.de, www.zentek.de * Gültig bis zum 31.03.2019. Rabatt auf den Nettowarenwert. Keine Auszahlung möglich. Bestellwert darf Gutscheinwert nicht unterschreiten. Ein Gutschein pro Bestellung und Kunde einlösbar. Keine Kombination mit anderen Rabattaktionen möglich. Nachträgliche Einlösung nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der INTERSEROH Dienstleistungs GmbH. WINTER/2018 19

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