Aufrufe
vor 3 Monaten

Nutzen 01/2020 Ausgabe NordOst

  • Text
  • Druck
  • Medien
  • Unternehmen
  • Urlaub
  • Drupa
  • Verband
  • Licht
  • Arbeitnehmer
  • Druckerei
  • Etiketten
Wir hoffen, dass Ihnen die zwölfte Ausgabe des Magazins der Druck- und Medienverbände gefällt und es Ihnen NUTZEN bringt. Möchten Sie uns Feedback geben, Kritik äußern oder Anregungen mitteilen? Schreiben Sie uns an nutzen@vdmno.de Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen!

NUTZEN MODE MAKES THE

NUTZEN MODE MAKES THE WORLD GO ROUND Dabei wäre es zu kurz gesprungen, beim Thema Mode nur an Kleidung zu denken. Auch Autos, Wohnungseinrichtungen, Geschirr, Bettwäsche und Uhren gehen mit der Mode. Und stets sitzt die Druckindustrie mit im Boot. Denn wurden früher Muster gewebt, gemalt, gespritzt, graviert oder montiert, so werden sie heute immer öfter gedruckt. Was noch vor ein paar Jahren standardmäßig im Einheitslook daherkam, zum Beispiel Waschbeckenstöpsel, zeigt sich heute für ein paar Euro mehr mit Strandmotiven, Babyfotos, Blumenwiesen, einem lustigen „Moin Moin“ oder – ganz groß im Rennen – Katzenporträts. Steht nicht jeder drauf, aber wenn die Mode danach fragt: Drucker machen’s möglich. Wachstumsmarkt Bekleidungsindustrie Prangten noch vor gut einem Jahr Blümchen, Tarnmuster oder Tropenmotive auf den Klamotten der Modebewussten, sah es 2019 schon wieder ganz anders aus. Paisley war zurück. Die alten Prince-Fans holten einfach die Hemden von früher aus dem Schrank, die anderen stürmten in die Läden. Für 2020 sind dagegen Giftgrün, Signalorange, Knallgelb und Textmarkerblau angesagt: Neonfarben brachten die Laufstege von New York bis Paris bereits zum Leuchten und gehören zu den wichtigsten Style-Tendenzen im kommenden Jahr. Aber auch Folklore steht – zumindest bei den Damen – wieder hoch im Kurs. Dabei sind Stoffe oft nicht mehr gefärbt, sondern bedruckt. Ob T-Shirts, Blusen, Hosen, Jacken, Pullover oder Sweatshirts – die Möglichkeiten des Textildrucks beflügeln Modehäuser und Designer. Damit lassen sich schnell und vergleichsweise kostengünstig neue Kollektionen mit neuen Farben und Mustern produzieren und die Qualität reicht an fotorealistische Prints heran. Permanent neue Angebote ließen den Umsatz der Bekleidungsindustrie in Deutschland in den vergangenen fünf Jahren um knapp zehn Prozent auf rund 64 Milliarden Euro ansteigen. Nach vorläufigen Berechnungen des bvdm lag der Produktionswert für den Textildruck im Jahr 2019 bei gut 30 Millionen Euro. 10 // 01/2020

NUTZEN MODE MAKES THE WORLD GO ROUND ©KarlLagerfeld Modezeitschriften haben sich dank Fotografie und moderner Drucktechniken im Laufe der Zeit sehr verändert. Mit den neuen Drucktechniken wird vor allem die Produktion kleiner Auflagen bis hin zu individuellen Stücken immer populärer, für Vereine, Firmen und Privatpersonen. Das ist vor allem ein Markt für die Online-Anbieter. Bei PrintPlanet ist ein mit dem Online- Konfigurator selbstgestaltetes Sweatshirt innerhalb von 24 Stunden versandfertig. Spreadshirt bietet darüber hinaus Motive von Designern an und druckt in 18 Ländern auf beinahe alles, auch auf Unterwäsche. Trendsetter Magazine Die ersten Modezeitschriften gab es bereits Ende des 18. Jahrhunderts in Paris. Die Galerie des Modes und der Courrier des Modes präsentierten modebewussten Damen und Herren Beschreibungen und detailgetreue Abbildungen dessen, was in Paris getragen wurde. Mit dem Entstehen von Verlagen und Druckereien in Europa und den USA fing auch der Zeitschriftenmarkt in Sachen Mode an zu boomen. Und bis heute sind Modemagazine weltweit das A und O, wenn man up to date sein will, welche neueste Klamotte in und was in der Mode „on vogue“ ist. Die wohl berühmteste Zeitschrift, die VOGUE, erschien erstmals 1892 in den USA. Maßstab im Zeitschriftenmarkt Bis heute ist es eine Auszeichnung für Models, Modeschöpfer und Fotografen, wenn sie in der VOGUE veröffentlicht werden. So haben Irving Penn, Adolphe de Meyer, Edward Steichen, Man Ray, George Hoyningen-Huene, Horst P. Horst, Helmut Newton, Peter Lindbergh, Peter Beard und Karl Lagerfeld für das Magazin gearbeitet und es geprägt. Mit ihren aufwendig inszenierten Fotostrecken mit der neuesten exklusiven Damenmode setzten sie schon frühzeitig qualitative Maßstäbe für den gesamten Zeitschriftenmarkt, so auch für die konkurrierenden Blätter Harper’s Bazaar und Elle. Und das gilt auch für die Qualität des Drucks. Mindestens der halbe Heftumfang der internationalen Modemagazine besteht aus Werbeanzeigen und Promotions internationaler Hersteller von Markenmode und Kosmetik. Diese Produkte müssen in den Heften optisch so ansprechend und hochwertig wirken, dass die Zielgruppe, wohlhabende Kundinnen ab etwa 29 Jahren, sich für sie interessiert – und kauft. Auch Männer setzen auf Mode und Livestyle Das mit Abstand bekannteste Männermagazin ist die GQ (Gentlemen’s Quarterly). In den monatlich erscheinenden Ausgaben geht es hauptsächlich um Mode und Lifestyle und dazu gehören auch neue Autos, moderne Technik und hochwertige Uhren. Erstaunlicherweise haben es die international erfolgreichen Konkurrenten wie Esquire (USA), Fantastic Man (Niederlande) und VOGUE Hommes International (Frankreich) nie wirklich auf den deutschen Markt geschafft. Das Magazin Men’s Health dagegen ist neben seiner enormen Popularität in Deutschland auch international sehr beliebt. Mit über 18 Millionen Lesern und 31 verschiedenen Ausgaben hat sich die Zeitschrift zum verbreitetsten Männermagazin der Welt entwickelt. Die monatliche deutsche Ausgabe der Men’s Health gibt es bereits seit 1996. Auch wenn es bei den Herren etwas mehr um Trends und Lifestyle geht als in den Modemagazinen für die Damen – bei einem Thema sind sich beide Lager in jedem Frühjahr einig: Wie schafft man es bis zum Sommer zur Strandfigur? Dass es mit dem Lesen allein leider nicht getan ist, zeigt sich dann mitunter spätestens im Urlaub am Beckenrand. » 01/2020// 11

NUTZEN

Nutzen 01/2020 Ausgabe NordOst
Nutzen 4-2019 vdmno