Aufrufe
vor 4 Wochen

Nutzen 01/2020 Ausgabe NordOst

  • Text
  • Druck
  • Medien
  • Unternehmen
  • Urlaub
  • Drupa
  • Verband
  • Licht
  • Arbeitnehmer
  • Druckerei
  • Etiketten
Wir hoffen, dass Ihnen die zwölfte Ausgabe des Magazins der Druck- und Medienverbände gefällt und es Ihnen NUTZEN bringt. Möchten Sie uns Feedback geben, Kritik äußern oder Anregungen mitteilen? Schreiben Sie uns an nutzen@vdmno.de Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen!

NUTZEN DIE PROFIS

NUTZEN DIE PROFIS Kompetenzen und Kooperationen machen uns stark Die IFFLAND AG entwickelt, produziert und steuert maßgeschneiderte Pointof-Sale-Kommunikationslösungen für Filial- und Franchise-Unternehmen des Einzelhandels. Vorstand Alexander W. Bohlender leitet die vor über 50 Jahren als Siebdruckerei gegründete Firma und spricht mit Key-Account-Manager Antonio Ucciardino über seine Erfahrungen im Modesektor. Was hat die IFFLAND AG mit Mode zu tun? Bohlender: Als mittelständische Siebdruckerei hatten wir bis 2013 keine spezielle Positionierung. Danach haben wir uns strategisch neu ausgerichtet – und sehen uns seitdem als Point-of-Sale-Kommunikator im Einzelhandel und nicht mehr nur als Druckdienstleister. Dazu haben wir mehrere Fokusbranchen definiert, unter anderem den Lebensmitteleinzelhandel, Baumärkte, den Automobilhandel und auch den Textilhandel. Wir machen den Aufenthalt im Laden zum emotionalen Erlebnis.“ Antonio Ucciardino, Key-Account-Manager Welche Produkte stellen Sie für die Modebranche her? Ucciardino: Wir produzieren im großen Format, im Sieb- und im Digitaldruck. Hauptsächlich verarbeiten wir Kunststoffe, aber auch Holz und andere Werkstoffe. Unsere Produkte fallen grob in zwei Kategorien: Standardprodukte wie Aufkleber, Schilder und Deckenhänger und kreative Gestaltungen für die Schaufenster und Innenräume der Modefilialen. Das soll die Kunden in die Läden locken und ihren Aufenthalt zum emotionalen Erlebnis machen. Den Filialisten ist klar, dass dies die einzige Möglichkeit ist, sich von der Online-Konkurrenz zu differenzieren. Diese tierische Schaufensterdekoration ist mehr als einen Meter hoch und lässt sich doch flach verpackt verschicken. Nennen Sie uns ein paar Beispiele? Ucciardino: Für den Modehandel haben wir eine Schaufensterdekoration in Form eines Schafs produziert, aus dem wir später ein Fass als warentragendes System für den Weinhandel entwickelt haben. Beide waren über einen Meter hoch, hatten ein großes Volumen und mussten flach liegend verschickt werden. Dazu haben wir ein formgefrästes Stecksystem verwendet, das sich leicht zusammenbauen lässt. 26 // 01/2020

NUTZEN DIE PROFIS Ein Schaufenster mit XXL-Wollknäueln macht neugierig und lockt Kunden ins Geschäft. Ein anderes Beispiel waren überdimensionale Bilderrahmen aus Wabenkammerplatten. Die Rahmen im Holz- oder Gold-Look dienten in den Schaufenstern als Blickfang. In den Läden standen kleinere Rahmen auf Tischen, um eine optische Verbindung mit den Schaufenstern herzustellen. Eine witzige Aktion haben wir für die Takko-Handelskette ab- oder besser aufgewickelt. Für mehrere Hundert Filialen sollten wir überdimensional große Wollknäuel produzieren. Dazu haben wir in Handarbeit farbig grundierte Styroporkugeln mit Löchern für riesige Stricknadeln versehen und mit kilometerlanger dicker Wolle umwickelt. Dafür haben wir uns einen Partner gesucht, denn wir haben den Anspruch, auch dann Lösungen zu bieten, wenn wir nicht alles selbst produzieren können. Alexander W. Bohlender, Vorstand IFFLAND AG Antonio Ucciardino, Key-Account-Manager IFFLAND AG Wie differenzieren Sie sich vom Wettbewerb? Bohlender: Unsere deutschlandweit einzige Rollensiebdruckanlage kann ich da nur bedingt anführen. Allerdings haben wir ein paar richtig gute Kompetenzen. Dazu gehören die Entwicklung und der Musterbau. Hierin sind wir erfahren, kreativ und schnell. Das ist während des laufenden Betriebes immer eine Herausforderung – einerseits müssen wir termingerecht produzieren, andererseits brauchen wir die Maschinen auch für den Musterbau. Außerdem kennen wir uns sehr genau mit magnetischen Anwendungen aus. Drittens sind wir gut darin, Dinge zu entwickeln, die wir gar nicht selbst fertigen, zum Beispiel Displays und Aufsteller aus Stahlblech. Die lassen wir bei einem Netzwerkpartner herstellen. Was sehen Sie als Herausforderung für die Zukunft? Bohlender: Das Thema Nachhaltigkeit wird unfassbar wichtig werden, gerade weil wir viele Kunststoffe verarbeiten. Seit 2007 sind wir nach ISO 14001 zertifiziert und drucken nur noch selten mit Lösemittelfarben. Eine andere Herausforderung sind Kapazitäten und Preise. Durch moderne Maschinen wächst die Nettokapazität der Produzenten, aber vom Markt kommt nicht mehr Volumen. Das wirkt sich auf die Preise aus. Auch durch die extrem schwankende Auslastung übers Jahr haben wir in Zukunft die eine oder andere Nuss zu knacken. Deswegen bauen wir unser Netzwerk weiter aus und wollen unsere Kooperationen noch verstärken. FOTOS: PHILIPP ALLENBRAND 01/2020// 27

NUTZEN

Nutzen 01/2020 Ausgabe NordOst
Nutzen 4-2019 vdmno