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NUTZEN 01/2021 Ausgabe NordOst

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Hier finden Sie die neue Ausgabe des Magazins der Druck- und Medienverbände! Im Zentrum steht diesmal das Thema "Handel". Wie gewohnt finden Sie nicht nur die Rubrik "Print kommt an" sondern auch wieder die drei Firmenporträts unter den Stichworten "Der Nutzen", "Die Firma" und "Die Profis" sowie die Bilderstory "Unterwegs mit ..." im Heft. Der Printausgabe ist das Programm der Print-Academy.de für das zweite Quartal 2021 beigelegt. Sie kennen die Print-Academy.de noch nicht? Schauen Sie mal vorbei www.print-academy.de. Möchten Sie uns Feedback geben, Kritik äußern oder Anregungen mitteilen? Schreiben Sie uns an Nutzen@vdmno.de Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen!

Ohne die obligatorischen

Ohne die obligatorischen Dokumente und Kennzeichnungen würden ganze Lieferketten zusammenbrechen. Technische Geräte können nur mit vorschriftsmäßigen Produktinformationen und Gebrauchsanleitungen auf den Markt kommen, meist tragen sie Etiketten mit Angaben zur Stromversorgung oder Warnhinweisen. Medikamente gelangen nicht ohne Beipackzettel in Umlauf und selbst in Überraschungseiern finden wir nicht nur eine Bastelanleitung, sondern verpflichtend auch Angaben wie „nicht geeignet für Kinder unter 3 Jahren“. Erstaunlich also, dass sogar Journalisten beim Abschied von einem Möbelkatalog aufschrecken und prompt den Niedergang einer ganzen Branche fürchten. Vielleicht liegt es daran, dass er treu jedes Jahr in ihren Briefkästen lag, dass er Inspiration für die erste eigene Wohnung war, dass IKEA ihnen damit Jahr für Jahr neue Welten eröffnet hat. All die Druckprodukte hingegen, die wie von Zauberhand gemacht allgegenwärtig sind, scheinen so selbstverständlich zu sein, dass sie kaum richtig ins Bewusstsein rücken. Aber weil sie tatsächlich unverzichtbar sind, können sie auch nicht einfach mit einem Handstreich abgeschafft werden. Verschiebt Corona den Marketing-Mix? Glaubt man den Prognosen, wird der Werbemarkt in diesem Jahr wieder wachsen. Einige Experten erwarten ein Plus zwischen 3,5 und sechs Prozent, andere gehen sogar von knapp acht Prozent aus. Ob das eintreffen wird, ist jedoch mehr als offen, denn bis November 2020 hatte der Werbemarkt gemäß der Nielsen-Zahlen brutto 5,5 Prozent verloren. Allein der Lebensmitteleinzelhandel hatte seinen Werbedruck um fast sechs Prozent reduziert. Und obwohl der Bundesverband der Deutschen Industrie zu Beginn des Jahres verkündete, dass die Konjunktur um 3,5 Prozent zulegen würde, wird 2021 für den Handel problematisch werden – selbst wenn der Konsum nach dem Lockdown wieder anzieht. Für Druckunternehmen ist nicht nur entscheidend inwieweit ihre Kunden unter den Einschränkungen der Coronapandemie gelitten haben – oder noch leiden –, sondern, welchen Wert sie dieser gedruckten Kommunikation nach wie vor beimessen. COVID-19 hat auch beim Handel den Trend Richtung Digitalmedien verstärkt. Daher gilt es, die besondere Kraft von nachweislich wirksamen Printprodukten aktiver denn je überzeugend zu kommunizieren. GEDRUCKTE PROSPEKTE 4 % 75 % Mindestens wöchentlich 18 % 53 % 7 % 12 % 6 % Täglich und öfter Mehrmals wöchentlich Wöchentlich Monatlich Seltener als monatlich Nie IFH KÖLN 2020/MEDIA CENTRAL 10 // 01/2021

NUTZEN KEIN HANDEL OHNE PRINT Effekt der Prospektlektüre (Print) Prospekt von Anbieter gelesen wegen Prospekt Geschäft besucht wegen Prospekt bei (Anbieter) gekauft wegen Prospekt mehr gekauft DAVON 60% 34 PROZENT DAVON 33 PROZENT DAVON 45 PROZENT 33% DAVON 46 PROZENT DAVON 40 PROZENT DAVON 40 PROZENT 36% 27% DAVON DAVON 50 PROZENT 55 PROZENT DAVON DAVON 46 PROZENT 56 PROZENT LEH DROGERIE DIY BEKLEIDUNG DAVON DAVON 37 PROZENT 28 PROZENT IFH KÖLN 2020/MEDIA CENTRAL Der Prospekt – Verbrauchers Liebling Aller elektronischen Werbeformen zum Trotz erfreute sich der gedruckte Prospekt auch im Jahr 2020 größter Beliebtheit. Das belegt die Studie des Instituts für Handelsforschung (IFH Köln) in Zusammenarbeit mit MEDIA Central. Demnach lesen 94 Prozent der Befragten gedruckte Prospekte mindestens gelegentlich, 75 Prozent sogar mindestens wöchentlich. Seine Stärken spielt der Prospekt vor allem in Kombination mit anderen Werbemitteln aus: 48 Prozent der Prospektleser, die vor dem letzten Kauf andere Formen der Printwerbung wahrgenommen haben, geben an, dass dies zu einem (genaueren) Anschauen des Prospekts geführt habe. Im Lebensmitteleinzelhandel haben sich sechs von zehn Prospektlesern vor dem letzten Einkauf gezielt in gedruckten Prospekten informiert. In den Branchen Do-it-yourself und Drogerie spielte der gedruckte Prospekt in rund 30–40 Prozent der Fälle eine Rolle. Prospekte und Flyer punkten mit Unabhängigkeit von Zeit und Ort Das Schöne am Prospekt ist: Im Gegensatz zu anderen Werbemitteln entscheiden allein die Leser, wann, wo, wie lange und wie häufig sie sich damit beschäftigen. 68 Prozent der in der Studie Befragten schätzen das besonders. Am liebsten werden Prospekte in ruhigen Momenten gelesen. Diese bewusste und aktive Beschäftigung mit dem Lesestoff ist ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal des Prospekts – zum Vorteil des Handels. Denn das führt in der Regel zu einer tieferen Informationsverarbeitung, zu einem höheren Involvement und damit zu mehr Erfolg verglichen mit Werbemitteln, die passiv oder ungewollt am Leser vorbeirauschen. Personalisierte Mailings Nr. 1 beim Handel Voll adressierte Werbesendungen werden im Marketing-Mix des Handels immer wichtiger. Denn diese Form der Kundenkommunikation ist persönlich, aufmerksamkeitsstark, wird nicht mit einem Wisch beiseitegeswipt und steigert den Umsatz. Deshalb wird sie auch für die sogenannten Online-Pure-Player immer interessanter. Trotz der Kosten für Konzeption, Produktion und Distribution zeigen sich Printmailings für sie rentabel. Insgesamt nutzen rund 470.000 Unternehmen diese Werbeform, 85 Prozent davon setzen sie für die Bestandskundenansprache ein, für 63 Prozent ist es sogar das Leitmedium. Mit einem Budgetanteil von etwa 27 Prozent gelten adressierte Mailings als das bedeutendste Medium für die deutschen Handelsunternehmen. » 01/2021 // 11