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NUTZEN 01/2021 Ausgabe NordOst

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Hier finden Sie die neue Ausgabe des Magazins der Druck- und Medienverbände! Im Zentrum steht diesmal das Thema "Handel". Wie gewohnt finden Sie nicht nur die Rubrik "Print kommt an" sondern auch wieder die drei Firmenporträts unter den Stichworten "Der Nutzen", "Die Firma" und "Die Profis" sowie die Bilderstory "Unterwegs mit ..." im Heft. Der Printausgabe ist das Programm der Print-Academy.de für das zweite Quartal 2021 beigelegt. Sie kennen die Print-Academy.de noch nicht? Schauen Sie mal vorbei www.print-academy.de. Möchten Sie uns Feedback geben, Kritik äußern oder Anregungen mitteilen? Schreiben Sie uns an Nutzen@vdmno.de Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen!

NUTZEN

NUTZEN KEIN HANDEL OHNE PRINT Kein Handel ohne Print Kein Handel ohne Print Kein Handel ohne Print Kein Handel ohne Print Kein Handel ohne Print Kein Handel ohne Print Nicht zu übersehen – Außenwerbung Außenwerbung kann, im Vergleich zu anderen Mediengattungen, nicht einfach überhört oder abgeschaltet werden. Durch ihre deutliche Präsenz im Alltag lassen sich damit leicht Botschaften in den Köpfen der Zielgruppen verankern. 2020 wurden rund 291.660 Werbeflächen in Deutschland gezählt. Mehr als die Hälfte davon machen Großflächen mit knapp 154.800 Flächen aus. Der Bruttowerbeumsatz dieses Segments lag im vergangenen Jahr bei knapp 2,3 Milliarden Euro und ist im Dezember 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat sogar um rund 18 Millionen gestiegen. Das zeigt, dass die Außenwerbung auch in Krisenzeiten ein wesentlicher Baustein im Marketing der Unternehmen ist. Dazu hat nicht zuletzt der Digitaldruck beigetragen, der auch kleine und an Standorte angepasste Auflagen ermöglicht. Und natürlich spielen City-Light-Poster, Panoramaflächen oder Superposter (40/1) mit einer Werbefläche von bis zu 20m² eine immer größere Rolle. Zankapfel Hauswurfsendungen Für die Zustellung nicht persönlich adressierter Post gilt das sogenannte Opt-out-Verfahren. Es bedeutet, dass jeder Haushalt, der einen Aufkleber „Keine Werbung“ am Briefkasten hat, keine derartigen Sendungen erhalten darf. Aktuell machen 27 Prozent der Haushalte in Deutschland davon Gebrauch. Wenn Werbetreibende gegen diese Regel verstoßen, wird das gesetzlich hart sanktioniert – ein seit mehr als 30 Jahren sehr bewährtes und vom Bundesgerichtshof ausdrücklich als zulässig anerkanntes System. Nun jedoch, da die digitalen Werbemöglichkeiten zunehmen und entsprechende Geschäftsmodelle entstehen, wollen Initiativen wie „Letzte Werbung“ es abschaffen. Ihr Ziel: Nicht adressierte Post soll nur an Briefkästen verteilt werden, auf denen ein Aufkleber „Werbung erwünscht“ klebt (Opt-in-Verfahren). Alle anderen sollen dann keine Haus- wurfsendungen mehr erhalten dürfen. Hinter dem Ziel steht die unbelegte Behauptung, dass kaum jemand darauf Wert lege und die Produktion unnötig zu Lasten der Umwelt ginge. Abgesehen davon, dass das geltende System (Opt-out) europarechtlich im Einklang mit den entsprechenden Richtlinien steht, ist auch die Argumentation „der Umwelt zuliebe“, die Letzte Werbung anführt falsch (NUTZEN berichtete, Ausgabe 2020/4, Faktencheck). Für Hauswurfsendungen (und andere Printprodukte) werden keine Wälder gerodet. Der Einsatz von Holzstoff in der Papierproduktion beträgt 3,7 Prozent. Verarbeitet werden Sägewerksreste (Schnitzel, Sägemehl) und Durchforstungsholz bewirtschafteter Wälder, also „Abfälle“ dieser beiden Wirtschaftszweige. Weiterhin sorgen die immer nachhaltigeren Produktionsprozesse dafür, dass die Auswirkungen der Herstellung auf die Umwelt mit alltäglichen Vorgängen, wie Händewaschen oder der Fahrt zum Arbeitsplatz, vergleichbar sind. Wem nützt die Umstellung von Opt-out auf Opt-in? Von einer Umstellung des Systems würde weniger die Umwelt profitieren, als all die, die einen Wettbewerbsvorteil davon hätten. Das sind Unternehmen/Organisationen, die sich Datenbanken mit persönlichen Daten der Verbraucher sowie das Porto für Dialogpost leisten können. Profitieren würden außerdem die großen Online-Händler, die über immer genaueres Tracking Werbung ausspielen. Hauswurfsendungen informieren über Angebote von Handel und Dienstleistern sowie gemeinnützigen Organisationen. 12 // 01/2021

15,9 % Zellstoff 3,7 % Holzstoff 13,8 % Minerale und Additive NUTZEN KEIN HANDEL OHNE PRINT Rohstoffverbrauch der Papierindustrie 66,2 % Altpapier 19,573 Mio. t Gesamteinsatz Papier, Karton und Pappen in Deutschland 2,4 % Hauswurfsendungen Wer verliert bei einer Umstellung von Opt-out auf Opt-in? Benachteiligt würden dagegen diejenigen, die nicht über Datenbanken mit persönlichen Daten der Verbraucher verfügen und/oder sich das Porto nicht leisten können. Dazu gehört der stationäre Handel – er generiert bis zu 30 Prozent seines Umsatzes durch Hauswurfsendungen. Auch lokale und regionale Dienstleister könnten nicht mehr in der Nachbarschaft auf sich aufmerksam machen. Schon heute veröden die Innenstädte, Geschäfte schließen, Dienstleister geben auf. Ihnen die für sie einzige Form der direkten Kundenansprache zu nehmen, beschleunigt diesen Prozess. Weiterhin blieben öffentlichen und gemeinnützigen Organisationen sowie vielen Vereinen die Möglichkeit verwehrt, Bürgerinnen und Bürger über Aktionen, Angebote oder Initiativen zu informieren. Und natürlich ginge so eine Umstellung zu Lasten der Verbraucher. Viele Haushalte sehen in Prospekten in erster Linie eine wichtige Orientierungshilfe im aktuellen Angebot des örtlichen Einzelhandels. Messbare Reaktionen auf Hauswurfaktionen zeigen, dass die Angebote gelesen und angenommen werden. Und selbst wenn nicht alle Haushalte an jeder Hauswurfsendung interessiert sind, sind ausgewählte Angebote von Handel und Dienstleistern für sie wichtig. In einer großen Allianz setzen sich deshalb der Bundesverband Druck- und Medien e. V., der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft, der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter, der Verband Deutscher Papierfabriken, der Handelsverband Deutschland, der Deutsche Dialogmarketing Verband, die Deutsche Post und weitere Partner auf allen Ebenen für das bewährte Opt-out-System ein. Die Ökobilanz für sämtliche Hauswurfsendungen in Deutschland pro Jahr im Vergleich Der Wassereinsatz entspricht ca. 6 Litern pro Haushalt pro Jahr ≈ ca. 1 Minute Hände waschen pro Hh/p/a Der Energiesatz entspricht ca. 44 kWh pro Haushalt pro Jahr ≈ ca. 0,2 Liter Heizöl pro Hh/p/a CO2-Einsatz: ca. 12 kg pro Haushalt im Jahr ≈ 60 Km Autofahrt pro Hh/p/a 01/2021 // 13