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NUTZEN 02/2021 Ausgabe NordOst

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Hier halten Sie digital die neuste Ausgabe des Magazins der Druck- und Medienverbände in den Händen! Es dreht sich diesmal alles um "Mahlzeit!". In der Titelstory finden Sie alles rund um Genuss. Gute Kochbücher und gutes Essen haben diesen großartigen gemeinsamen Nenner! Wie gewohnt finden Sie die Rubrik “Print kommt an” und drei Firmenporträts, Die unter den Stichworten “Der Nutzen”, “Die Firma” und “Die Profis” Unternehmen aus der Mitgliedschaft vorstellen. Die Bilderstory “Unterwegs mit …” hat sich diesmal auf ungewohntes Terrain begeben. Lassen Sie sich überraschen ... In unserem Regionalteil schlagen wir für Sie unter dem Titel “Du wirst bald 70 – genieß es”, die Brücke zum Genuss. Zusätzlich finden Sie den "Der Ort für Ihre Visionen", wir begrüßen unsere neuen Mitglieder herzlich und informieren Sie über Beratungsangebot zum Blauen Engel und ein Mergers & Acquisitions-Portal für die Druckbranche. Der Printausgabe liegt das Programm der Print-Academy.de für das dritte Quartal 2021 bei. Sie kennen die Print-Academy.de noch nicht, dann schauen Sie mal vorbei www.print-academy.de. Möchten Sie uns Feedback geben, Kritik äußern oder Anregungen mitteilen? Möchten Sie Ihr Unternehmen auch im NUTZEN präsentieren? Schreiben Sie uns an Nutzen@vdmno.de!

NUTZEN

NUTZEN WIRTSCHAFT 2020: Ein hartes Jahr für die Druckindustrie 2020 war für die Branche gekennzeichnet durch Auftrags-, Produktionsund Umsatzeinbrüche. Besonders stark traf es den von Veranstaltungen und dem Anzeigengeschäft abhängigen Werbedruck. Auch im Jahr 2021 lässt die erhoffte Erholungsentwicklung bisher auf sich warten. Als das Jahr 2020 begann, konnte niemand ahnen, dass es zu einem der schwersten in der Geschichte der Druckindustrie werden würde. Während im Februar noch eine leichte Produktionssteigerung im vormonatlichen Vergleich festgestellt werden konnte, brach die Produktion mit dem Ausbruch der Pandemie ein und lag im April rund 26 Prozent unter dem Vorjahreswert. Auftragseinbruch führt zu deutlichem Rückgang des Branchenumsatzes Zwar fand im dritten und vierten Quartal eine Erholung statt – unter anderem aufgrund sinkender Papierpreise um rund 7 Prozent. Aber sie reichte nicht aus, um den starken Einbruch im zweiten Quartal zu kompensieren. Die Branche verzeichnete schließlich einen Produktions- und Umsatzrückgang von jeweils rund -13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Einer ersten Schätzung des bvdm zufolge dürfte der nominale Branchenumsatz im Coronajahr 2020 auf rund 16,7 Milliarden Euro gefallen sein. Werbedruck erleidet starke Einbußen, Etikettendruck wächst Der coronabedingte Ausfall von Messen, Konferenzen und anderen Veranstaltungen sowie erhebliche Stornierungen im Anzeigengeschäft führten vor allem im zweiten Quartal 2020 im für die Druckindustrie so wichtigen Werbedrucksegment zu einem wertmäßigen Produktionsrückgang von rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal – im Gesamtjahr betrug der Rückgang rund 17 Prozent. Ein moderates Wachstum dagegen verzeichnete der Etikettendruck. Er legte im Laufe des Jahres 2020 um rund 1 Prozent zu. Auch der Verpackungsdruck zeigte sich positiv – eine Folge des coronabedingten Booms des Onlineversandhandels. Befürchtete Insolvenzwelle ist bisher ausgeblieben Die meisten Produktgruppen verzeichneten jedoch zweistellige Rückgänge, sodass sich zwangsweise die Frage nach den Auswirkungen der Coronakrise auf die Insolvenzzahlen der Branchenbetriebe stellte. Aufgrund der frühzeitigen Aussetzung der Insolvenzantragspflicht, der Sonderregelungen für die Kurzarbeit und weitreichender staatlicher Corona-Hilfszahlungen wurde 2020 eine Insolvenzwelle in der Druckindustrie verhindert. Die Gesamtzahl der Insolvenzen ging gegenüber dem Vorjahr um 5,6 Prozent zurück und erreichte damit ein Dreijahrestief. Ausblick auf das Jahr 2021 Auch das Jahr 2021 hat die in den monatlichen ifo-Konjunkturumfragen geäußerten unternehmerischen Hoffnungen auf eine baldige Besserung der konjunkturellen Lage bisher nicht erfüllt. Zum einen liegt dies an der nach wie vor angespannten pandemischen Lage, zum anderen spielen weltwirtschaftliche Faktoren eine wichtige Rolle. Ein vor allem seit Jahresanfang nachfragegetrieben starker Anstieg der Rohstoffpreise, geringe Transportkapazitäten im internationalen Schiffsverkehr und eine damit verbundene drastische Erhöhung von Frachtkosten haben bereits dazu geführt, dass viele Papierhersteller bzw. Papierlieferanten deutliche Preissteigerungen für die kommenden Monate angekündigt haben. Die konjunkturelle Entwicklung der Druckindustrie im Jahr 2021 hängt daher primär von der Infektionslage ab. Denn erst bei einer sichtlichen Entspannung kann eine anhaltende Erholung des für die Druckindustrie bedeutenden Werbedrucks stattfinden. Ob der gesamte Produktionswert der Branche das Vorkrisenniveau erreichen kann, ist angesichts der durch die Coronakrise beschleunigten Digitalisierung und der Veränderung des Mediennutzungsverhaltens allerdings fraglich. 14 // 02/2021

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