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NUTZEN 03/2020 Ausgabe NordOst

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Wir hoffen, dass Ihnen auch die neue Ausgabe des Magazins der Druck- und Medienverbände wieder gefällt und es Ihnen NUTZEN bringt. Im Zentrum steht diesmal die Nachhaltigkeit. Der Printausgabe sind neben einem Plakat zum Thema Umwelt. Bewusst. Gedruckt. auch die neue Broschüre des CO2-Rechners beilegt. Unseren Mitgliedsunternehmen haben wir noch einen Fächer mit 16 Argumenten für Print beigelegt. Möchten Sie uns Feedback geben, Kritik äußern oder Anregungen mitteilen? Schreiben Sie uns an Nutzen@vdmno.de Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen!

NUTZEN

NUTZEN NACHHALTIGKEIT Europas Wälder werden täglich um Fußballfelder größer. 1.500 83% grafischer Papiere werden recycelt. Um Beratungsleistungen und eventuell daraus folgende Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz in den Unternehmen finanziell zu unterstützen, existieren Vereinbarungen mit der KfW-Förderbank. Ihr „Sonderfonds Energieeffizienz“ bezuschusst Energieeffizienzberatungen bei kleinen und mittleren Unternehmen und vergibt günstige Investitionskredite für Energieeinsparmaßnahmen. Digitalisierung – ein zweischneidiges Schwert Mit dem Programm ProgRess will die Regierung einen sparsamen Umgang mit Rohstoffen erreichen. Dabei geht es auch darum, die Chancen digitaler Technologien für mehr Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit, soziale Gerechtigkeit und eine intakte Umwelt zu nutzen. Denn dank immer schnellerer Verarbeitung BYGERMINA – ISTOCK von Prozessdaten können Produktionen besser gesteuert und der Rohstoffeinsatz effizienter werden. Dass die Digitalisierung jedoch erheblich zum erhöhten Verbrauch von Rohstoffen beiträgt, vergessen Kunden und Verbraucher häufig. Das beweisen die zunehmende Verbreitung von Smartphones und Tablets sowie die enorm wachsenden Bedarfe an Serverleistungen. Auch die Appelle zahlreicher Firmen und renommierter Organisationen (wie im Juli seitens der Bundesrechtsanwaltskammer), der Umwelt zuliebe von Print auf Online umzusteigen, zeugen von immenser Unkenntnis. Schlimmer noch: Diese Haltung stellt die Druckindustrie in ein falsches, schlechtes Licht und schadet ihr. Mit der Initiative Green Printing statt Greenwashing gehen die Verbände gegen entsprechend schmähliche Behauptungen vor. Denn Experten wissen: Die digitale Kommunikation mit ihrem enormen Bedarf an Energie, an nicht nachwachsenden Rohstoffen und unbefriedigenden Recyclingquoten ist nachweislich nicht umweltfreundlicher als Druck – in jedem Fall aber viel weniger transparent. Im Verhältnis zu vielen anderen Industrien hat die Druckbranche in Fragen der Nachhaltigkeit eine Vorreiterrolle. Höchste Standards im gesamten Beschaffungs- Produktions- und Entsorgungsprozess machen die Branche zu einem vergleichsweise sehr sauberen, transparenten Industriezweig. Der Bundesverband Druck und Medien und seine Landesverbände weisen mit Pressearbeit, in persönlichen Gesprächen mit Journalisten und in Kooperation mit anderen Verbänden seit Jahren konsequent auf das nachhaltige Wirtschaften der Druck- und Papierindustrie hin. Aber im eigenen Interesse jedes Druck- und Medienunternehmens sowie im Interesse der gesamten Branche braucht es heute mehr denn je auch das deutlichere, sichtbare Signal aus den Betrieben selbst: Print ist nachhaltig! Mehr Information dazu unter www.bvdm-online.de/themen/umwelt/ 12 // 03/2020

Digitale Medien sind nachweislich nicht umweltfreundlicher als Druck. NUTZEN NACHHALTIGKEIT Zeitungen werden zu 100% aus Altpapier hergestellt. Nachhaltigkeit ist mehr als CO2-Kompensation Die Systematik einer nachhaltigen Medienproduktion ist eine schöne, aber auch große Herausforderung für alle Unternehmen der Druckbranche. Der Begriff Nachhaltigkeit hat seinen Ursprung im lateinischen Perpetuitas, womit die Römer das ununterbrochen Fortlaufende beschrieben haben. In der heutigen Zeit, die von schnell wechselnden Innovationen und einem ständig steigenden Ressourcenbedarf geprägt ist, erhielt der Begriff Nachhaltigkeit eine neue Bedeutung: Denn die Endlichkeit von Rohstoffen und Ressourcen sowie die fortschreitende Klimaerwärmung stellen neue Anforderungen an soziale und wirtschaftliche Prozesse. Nachhaltigkeit bedeutet heute also, die Umwelt mit all ihren Ressourcen sowie den Fortbestand ihrer Flora und Fauna zu schützen und global zu erhalten. In modernen Produktionsprozessen unterliegt der Anspruch an Nachhaltigkeit daher einem Gesamtkonzept sowie permanenten Revisionen, die sich an den wechselnden technischen Neuerungen und ihren Auswirkungen orientieren (müssen). Ein flexibles Instrumentarium, das diesen Anforderungen gerecht wird, ist daher unabdingbar. Da die Details eines systematischen Umweltmanagements von Branche zu Branche unterschiedlich sind, bietet die Klimainitiative der Druck- und Medienverbände den Betrieben der Druck- und Medienwirtschaft ganz spezifische Unterstützung an, mit der gesetzte Ziele auch wirklich erreicht werden. 16 Argumente für Print Dass Print vergleichsweise nachhaltig ist, wissen wir in der Branche. Außerhalb der Branche fehlt es leider oft an Informationen. Zunehmend werden die Verbände daher um gebündelte und belegbare Fakten gebeten. Die gibt es nun. In dem Farbfächer „Nachhaltig kommunizieren mit Print“ sind die 16 wichtigsten Argumente leicht verständlich präsentiert. Mitglieder der Druck- und Medienverbände erhalten den Fächer über ihren Landesverband. Zieldreieck der Nachhaltigkeit Wirtschaft Soziales Maßnahme Absolute Grenze: Erhaltung der Lebensgrundlagen in globaler Perspektive relative Grenzen/ Optimierungsgebot Umwelt Quelle: Bundesregierung – Meilensteine der Nachhaltigkeitspolitik 03/2020// 13