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NUTZEN 03/2020 Ausgabe NordOst

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Wir hoffen, dass Ihnen auch die neue Ausgabe des Magazins der Druck- und Medienverbände wieder gefällt und es Ihnen NUTZEN bringt. Im Zentrum steht diesmal die Nachhaltigkeit. Der Printausgabe sind neben einem Plakat zum Thema Umwelt. Bewusst. Gedruckt. auch die neue Broschüre des CO2-Rechners beilegt. Unseren Mitgliedsunternehmen haben wir noch einen Fächer mit 16 Argumenten für Print beigelegt. Möchten Sie uns Feedback geben, Kritik äußern oder Anregungen mitteilen? Schreiben Sie uns an Nutzen@vdmno.de Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen!

Digitaldruck: Mess- und

Digitaldruck: Mess- und Regelsysteme lohnen sich HeutigeDigitaldrucksysteme bieten weitreichende Optionen für die automatische Maschinenjustage. Mit der richtigen Peripherie und geschultem Personal reduzieren Sie Ausfallzeiten und erhöhen den Nutzungsgrad Ihrer Maschinen. Moderne digitale Produktionsdruckmaschinen verfügen heute in aller Regel über automatische Mess- und Regelungssysteme oder Software-Optionen, mit denen ein hoher Automationsgrad erreicht werden kann XVIII // 03/2020

Die Innovationszyklen im Digitaldruck werden immer kürzer. Möglich macht das vor allem Technologie. Heute kann, dank Automatisierung, fast alles schneller produziert werden. Ganz besonders im Digitaldruck ist das zu spüren. Systeme, die vor kurzer Zeit noch mit hoher Produktivität punkten konnten, hängen wenig später schon wieder hinterher. Sei es durch größere Druckformate und neuere Verfahren, bspw. im InkJet-Segment, oder durch Automatisierung. Letzteres ist besonders bei den weit verbreiteten Tonersystemen im SRA3- Format zu beobachten. Technologisch ist eine Produktivitätssteigerung über größere Formate für diese Drucktechnologie nicht möglich. Also versuchen Hersteller, ihre Maschinen über eingebaute Messund Regelungssysteme produktiver zu machen. Und der Produktivitätszuwachs kann sehr deutlich sein. Und täglich grüßt das Murmeltier: Justage, Linearisierung, Kalibrierung, Profilierung Die weit verbreiteten Tonersysteme sind im täglichen Einsatz vergleichsweise anfällig für Störeinflüsse. Entsprechend bedeutsam ist die tägliche Überprüfung und Justage der Maschinen. Für diesen Zweck sind in vielen Druckereien richtigerweise feste Routinen und Abläufe etabliert. So wird jede Maschine in aller Regel mindestens einmal täglich auf einen festgelegten Grundzustand zurückgeführt. Dies dient vorrangig der Vermeidung von Reklamationen und der Sicherstellung eines Produktionsstandards. Es hilft aber auch dabei, frühzeitig zu erkennen, ob eine Maschine sich auf einen unerwünschten Zustand hin bewegt, der nur durch einen Technikereinsatz korrigiert werden kann. Ein Maschinenführer kann ein System in aller Regel auf vier Ebenen überprüfen und justieren: Grundjustagen, Linearisierung, Kalibrierung und Profilierung. Die vier Schritte bauen aufeinander auf und hängen voneinander ab. Bis vor wenigen Jahren musste ein Operator diese Schritte häufig manuell mit einem Handmessgerät durchführen. Über den Tag gerechnet gehen für solche Vorgänge schnell 30 Minuten von der potenziellen Produktionszeit weg, wahrscheinlich mehr. Heutige Maschinen sind in aller Regel mit Sensorik und Software ausgestattet, die eine sichere Automatisierung dieser Schritte zulassen. Das geht so weit, dass sogar größere Farbtafeln direkt in der Maschine gemessen werden können, um die Farbwiedergabe substratabhängig mit einem ICC-Profil zu charakterisieren. Wer mit einem großen Papierkatalog arbeitet, wird diese Option schnell zu schätzen wissen. Aber auch wenn nur wenige Papiere eingesetzt werden: Die Kalibrierung und ggf. Linearisierung kann mehrmals täglich Die Feinjustage geometrischer Parameter wie Bild- und Wendepasser kann ein mühsamer Prozess sein, wenn sie per Hand erfolgt. Automatische Inline-Messsysteme können diese Vorgänge deutlich beschleunigen, wenn sie verfügbar sind fällig werden, z.B. bei einem Papierwechsel. Eine Kalibrierung verursacht jedes Mal aufs Neue eine Unterbrechung der Produktion. Integrierte Messund Regelsysteme beschleunigen diese Vorgänge, entbinden den Maschinenführer von händischen Aufgaben und sorgen darüber hinaus für einen stabileren Auflagendruck, da sie die Maschine auch während des Drucks nachregeln können. Wie ein Hersteller solche Vorgänge integriert und wie offen die eingebaute Sensorik von Controllern (z.B. EFI Fiery Server) angesteuert werden kann, ist sehr unterschiedlich. Bei einer Investitionsentscheidung sollten Sie sehr genau nachfragen, wie der Hersteller Ihres Vertrauens diese täglichen Routineaufgaben für seine Maschinen löst. Denn über die Lebenszeit einer Maschine kann Ihnen eine solide Automatisierung viel Geld einsparen. Warum lohnt sich die Investition in Automatisierung beim Maschinenkauf? Wir beobachten immer kürzere wirtschaftliche Nutzungszeiträume für Maschinen, da deren Leistung im Vergleich zu neueren Maschinen schnell abnimmt. Ziel muss sein, verkaufbare Leistung an der Maschine zu erbringen. Einrichtung, Justage und Troubleshooting kosten viel Zeit und verringern den Nutzungsgrad. Wer die Mehrkosten für Messtechnik, Sensorik und Automatisierung bei der Investition scheut, muss mit einer noch geringeren wirtschaftlichen Nutzungsdauer rechnen. Die Wirtschaftlichkeit einer Maschine hängt selbstverständlich von der Art der Nutzung ab. Steht die Maschine oft still 03/2020 // XIX