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NUTZEN 03/2020 Ausgabe NordOst

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  • Nachhaltigkeit
Wir hoffen, dass Ihnen auch die neue Ausgabe des Magazins der Druck- und Medienverbände wieder gefällt und es Ihnen NUTZEN bringt. Im Zentrum steht diesmal die Nachhaltigkeit. Der Printausgabe sind neben einem Plakat zum Thema Umwelt. Bewusst. Gedruckt. auch die neue Broschüre des CO2-Rechners beilegt. Unseren Mitgliedsunternehmen haben wir noch einen Fächer mit 16 Argumenten für Print beigelegt. Möchten Sie uns Feedback geben, Kritik äußern oder Anregungen mitteilen? Schreiben Sie uns an Nutzen@vdmno.de Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen!

oder produziert sie

oder produziert sie sogar mehr als geplant? Je höher der Nutzungsgrad, je mehr lohnt sich selbstverständlich die Investition in Automatisierung. In den meisten Druckereien fehlt jedoch der organisatorische Überbau, individuelle Nutzungsgrade zu ermitteln. Aufgrund der individuellen Vertragsbedingungen bei der Investition in ein Digitaldrucksystem ist es nahezu unmöglich, klassische Kalkulationsansätze aus der Druckindustrie anzuwenden. Allerdings ist die Unternehmensleitung nah dran an der Produktion und kann oft eine realistische Einschätzung ▶ Tipps Lassen Sie sich vor einer Investitionsentscheidung genau erläutern, wie eine angebotene Maschine justiert, linearisiert, kalibriert und ggf. profiliert wird. Diese vier Schritte gelten für alle Digitaldrucktechnologien. Je kompakter, sicherer und automatischer diese Vorgänge in der täglichen Praxis ineinander greifen, desto mehr verkaufbare Zeit generieren Sie an der Maschine. Vergleichen Sie die Vorgänge zwischen verschiedenen Maschinen, wenn Ihnen mehrere Angebote vorliegen. Sparen Sie nicht an der Qualiüber das Verhältnis von Hilfsstunden zu Fertigungsstunden geben. Wenn sich in der Praxis auch nur eine geringe Steigerung des Nutzungsgrades verwirklichen ließe, ist eine Investition in technische Maßnahmen zur Qualitätssicherung und der Produktivität sinnvoll. Im Dialog mit erfahrenen Verbandsberatern erstellen Sie eine übersichtliche Kostenstruktur, mit der sowohl langfristige Planungen und strategische Entscheidungen möglich als auch Kalkulationsgrundlagen für die Fertigung verfügbar sind. fizierung Ihrer Mitarbeiter, die immer Bestandteil eines Angebotes sein sollte. Achten Sie darauf, dass nicht nur die Maschinenbedienung und -wartung geschult wird, sondern auch der Workflow in Verbindung mit dem Controller, über den die Kalibrierung und das Farbmanagement gesteuert wird. Unsere Berater aus den Referaten Betriebswirtschaft und Technik unterstützen Sie gern bei der Erstellung eines individuellen Anforderungskatalogs, bei der Bewertung von Angeboten und der Wirtschaftlichkeit oder bei der Schulung Ihrer Mitarbeiter. Ihre vdmno-Ansprechpartner Ronny Willfahrt Technik 030 30 22 021 willfahrt@vdmno.de Henning Marcard Betriebswirtschaft 030 30 22 021 marcard@vdmno.de IMPRESSUM HERAUSGEBER Verband Druck & Medien NordOst e.V. Geschäftsstelle Hannover Bödekerstraße 10 ∙ 30161 Hannover T +49 511 33 80 60 ∙ F +49 511 33 80 620 nutzen@vdmno.de ∙ www.vdmno.de GESCHÄFTSFÜHRUNG Philipp von Trotha (V.i.S.d.P.) REDAKTIONSLEITUNG & ANZEIGEN Katrin Stumpenhausen (V.i.S.d.P.) LEKTORAT & KORREKTUR Thomas Schroer KONZEPT & LAYOUT Claudia Mentzen VDMNO-REDAKTIONSTEAM: Martin Maischak, Henning Marcard, Ronny Willfahrt, Holger Schürmann XX // 03/2020

NUTZEN NÜTZLICH N Ü T Z LICH Neue SARS-CoV-2- Arbeitsschutz-Regel Verfall des Urlaubs bei langer Krankheit – Hinweispflicht? Das Bundesarbeitsgericht hat am 07.07.2020 (Az. 9 AZR 401/19) ein Vorabentscheidungsersuchen an den Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) gerichtet. Hierbei soll die Frage geklärt werden, ob ein Verstoß des Arbeitgebers gegen Mitwirkungsobliegenheiten dem Verfall von Urlaub bei Langzeiterkrankten entgegensteht. Hintergrund ist, dass der EuGH am 22.11.2011 (Az. C-214/10I) entschieden hatte, dass Urlaub bei Langzeiterkrankten nach 15 Monaten verfällt. Nun ist zu klären, ob der Urlaub dennoch in Anlehnung an die EuGH-Entscheidung vom 06.11.2018 (Az. C-684/16) auch bei Langzeiterkrankten dann nicht verfällt, wenn der Arbeitgeber es versäumt hat, den Arbeitnehmer konkret aufzufordern, seinen Urlaub zu nehmen und ihn darauf hinzuweisen, dass der Urlaub andernfalls verfällt. Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutz-Regel wurde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) freigegeben. Sie konkretisiert für den Zeitraum der epidemischen Lage von nationaler Tragweite gemäß § 5 Infektionsschutzgesetz die Anforderungen an den Arbeitsschutz. Ziel ist es, die Gesundheit von Beschäftigten wirkungsvoll zu schützen und den Betrieben bei der Umsetzung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes mehr Rechtssicherheit zu geben. Dabei bleiben Abstand, Hygiene und Masken die wichtigsten Instrumente, solange es keinen Impfschutz für COVID-19 gibt. Betriebe, die die Regel anwenden, können davon ausgehen, dass sie rechtssicher handeln. Gleichwertige oder strengere Regeln müssen jedoch weiterhin beachtet werden. Die Empfehlungen der Berufsgenossenschaften zur SARS-CoV-2, die sich ebenfalls am Arbeitsschutzstandard des BMAS orientieren, werden zusätzlich für branchenspezifische Konkretisierungen empfohlen. Während des Beratungsprozesses über mehrere Wochen konnten einige wichtige Nachbesserungen und Klarstellungen erreicht werden. Der vom Bundesverband Druck und Medien e. V. geforderte Vorrang der berufsgenossenschaftlichen Regelungen konnte bislang nicht erreicht werden. Immerhin jedoch verweist die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) auf die branchenspezifischen Konkretisierungen durch die Berufsgenossenschaften. FRAGEN? NUTZEN@BVDM-ONLINE.DE 03/2020// 19