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NUTZEN 03/2020 Ausgabe NordOst

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Wir hoffen, dass Ihnen auch die neue Ausgabe des Magazins der Druck- und Medienverbände wieder gefällt und es Ihnen NUTZEN bringt. Im Zentrum steht diesmal die Nachhaltigkeit. Der Printausgabe sind neben einem Plakat zum Thema Umwelt. Bewusst. Gedruckt. auch die neue Broschüre des CO2-Rechners beilegt. Unseren Mitgliedsunternehmen haben wir noch einen Fächer mit 16 Argumenten für Print beigelegt. Möchten Sie uns Feedback geben, Kritik äußern oder Anregungen mitteilen? Schreiben Sie uns an Nutzen@vdmno.de Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen!

NUTZEN

NUTZEN FACHKRÄFTESICHERUNG Personalmanagement mit Weitblick – Arbeitgeber-Reputation Stellen Sie sich vor, Sie planen Ihren Jahresurlaub: Vermutlich buchen Sie Ihr Hotel nicht direkt über die nächste Anzeige, die Ihnen unterkommt. Vielmehr beziehen Sie die Erfahrungen von Freunden und Bekannten in Ihre Auswahl mit ein und wahrscheinlich informieren Sie sich auch bei Bewertungsportalen. Was für drei Urlaubswochen gilt, ist für 46 Arbeitswochen im Jahr nicht anders – Bewerber erkundigen sich erst über einen Arbeitgeber, bevor sie mit ihm Kontakt aufnehmen. Menschen wollen Vertrauen können Marketing ist, was ein Unternehmen über sich erzählt. Reputation ist, was andere über ein Unternehmen erzählen: Marketing erzeugt Neugier, Reputation erzeugt Vertrauen. Forscher* wissen: Rund vier von fünf Deutschen vertrauen auf persönliche Empfehlungen, Internet-Empfehlungen und redaktionelle Beiträge in der Presse. Gefiltert wird mit dem „gesunden Menschenverstand“. Erfolgreiche Arbeitgeber bauen deshalb gezielt positive Reputation auf. Unabhängig von Vakanzen positionieren sie sich offensiv und kontinuierlich in ihrer Region, im Netz und auf Bewertungsportalen wie z.B. „kununu“. Sie wissen, dass Menschen einen guten Arbeitgeber einfach identifizieren können wollen. Dabei gilt: Viele Bewertungen über Jahre hinweg zeigen Zuverlässigkeit, Bewertungen mit aktuellerem Datum vermitteln Glaubwürdigkeit. Henry Ford meinte dazu: „Einen guten Ruf erwirbt man nicht mit Dingen, die man erst tun wird.“ Ruediger Vogel www.ruedigervogel.de MENTALMIND – SHUTTERSTOCK.COM 22 // 03/2020 * Bitkom 04.2018, repräsentative Umfrage, Nielsen 2015: „Vertrauen in Werbung“

NUTZEN FACHKRÄFTESICHERUNG Vier Schritte für eine positive Reputation 1. Position prüfen: schafft Klarheit Versetzen Sie sich in die Situation des Bewerbers: Welche Arbeitgeber gibt es? Wie passen deren Eigen aussagen mit Online-Bewertungen zusammen? Prüfen Sie Ihr eigenes Unternehmen und Ihre Arbeitgeber-Wettbewerber. Ermitteln Sie zusätzlich Ihr Potenzial – die interne Stimmung: Zufriedene Mitarbeiter lassen sich schnell sichtbar machen und über Unzufriedenheit erfahren Sie am besten, bevor Sie im Internet darüber lesen. 2. Bewertungen kommentieren: gibt Kontrolle Bewerber sortieren unpassende und unqualifizierte Online-Bewertungen aus, nicht aber offene Arbeitgeber-Kommentare. Nutzen Sie das zu Ihren Gunsten und kommentieren Sie. Wertschätzend. Individuell. Jede einzelne Online-Bewertung. Wenn Sie jeder Bewertung und den Menschen dahinter einen wertschätzenden Kommentar schenken, nimmt der Bewerber Ihre Wertschätzung als Teil der Unternehmenskultur wahr. So gewinnen Sie die Kontrolle, wie Sie gesehen werden. Ein Wort zur Idee, negative Online- Bewertungen löschen zu lassen: Sie tun sich damit keinen Gefallen. Fühlt sich jemand zensiert, erhöht er meist die Schärfe seiner nächsten Bewertung. In der vernetzten Welt ist jeder Arbeitgeber transparent. Oder unsichtbar.“ Ruediger Vogel 3. Systematisch ermutigen: verstärkt den „guten Ruf“ Erfolgreiche Arbeitgeber agieren wertschätzend. In einem solchen Umfeld trägt jeder Bewerbungsprozess, jedes laufende und jedes befristete Arbeitsverhältnis den guten Ruf nach außen, wenn die Beteiligten systematisch dazu ermutigt werden. Kontinuierlich. Top-Arbeitgeber im Mittelstand haben Bewertungen von 30 – 50 Prozent ihrer Mitarbeiter und sie achten auf aktuelle Bewertungen – nie älter als wenige Monate. 4. Trennungskompetenz: reduziert Konflikte Alle Bewertungsportale akzeptieren Bewertungen von Ex-Mitarbeitern. Für eine gute Reputation geht also kein Weg an „Ehemaligen-Bewertungen“ vorbei. Deshalb ist Wertschätzung besonders bei einer Kündigung wichtig. Ob betriebsbedingt, aufgrund von Minderleistung oder Fehlverhalten – der Umgang mit den Betroffenen ist entscheidend. Die Trennungskompetenz der Führungskraft hat besonderes Gewicht und reduziert negative Bewertungen. Pflegen Sie Ihren „guten Ruf“ Reputation ist die Währung unserer vernetzten Welt. Auch Ihr regionaler Wettbewerb kann Reputation nicht kaufen, er muss sie sich erwerben. Das braucht Weitblick und Zeit. Ihr Vorteil ist: je früher Sie beginnen und konsequent dranbleiben, desto besser wird Ihre Position im Wettbewerb. Informieren** Sie sich. Viel Erfolg! ** Hintergründe und Handlungsmöglichkeiten: „In 4 Schritten zum guten Ruf als Arbeitgeber“, wie Reputation gelingt. www.ruedigervogel.de/bvdm-nutzen202003 03/2020// 23