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NUTZEN 03/2021 Ausgabe NordOst

Hier halten Sie digital die neuste Ausgabe des Magazins der Druck- und Medienverbände in den Händen! Die Mainstory dreht sich um die Bundestagswahl. Anschließend folgen wie gewohnt die Rubrik “Print kommt an” und drei Firmenporträts, die unter den Stichworten “Der Nutzen”, “Die Firma” und “Die Profis” Unternehmen aus der Mitgliedschaft vorstellen. Die Profis sind in dieser Ausgabe "Das UmweltDruckhaus" aus Langenhagen. Wir stellen Thomas Rätzke und sein Team vor. Auch die Bilderstory “Unterwegs mit …” nimmt das Thema Wahlen auf. Wir haben unserem Mitgliedsunternehmen "Verlagshaus Stadthagen" über die Schulter geblickt. Im Regionalteil stellen wir Ihnen Die Zero-Waste-Lösung für Plakate der Firma Gustav Krüger Siebdruck & Werbung GmbH & Co. KG, kurz GKS, aus Bad Münder vor. Außerdem finden Sie den Überblick der Kurse der überbetrieblichen Ausbildung Druck & Medien im NordOsten für Mediengestalter und die Preisträger des diesjährigen Gestaltungswettbewerbes. Lassen Sie sich überraschen ... Der Printausgabe liegt das Programm der Print-Academy.de für das vierte Quartal 2021 bei. Sie kennen die Print-Academy.de noch nicht, dann schauen Sie mal vorbei www.print-academy.de. Möchten Sie uns Feedback geben, Kritik äußern oder Anregungen mitteilen? Möchten Sie Ihr Unternehmen auch im NUTZEN präsentieren? Schreiben Sie uns an Nutzen@vdmno.de!

NUTZEN

NUTZEN BUNDESTAGSWAHL 2021 Bild: PeJo29 – iStock Wer wählt, wählt mit Print Bei der Wahl zum 20. Deutschen Bundestag am 26. September 2021 werden etwa 60,4 Millionen Deutsche wahlberechtigt sein. Im Jahr 2021 kamen bzw. kommen auch die Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Thüringen dazu. Und alle Wahlberechtigten erhalten Drucksachen direkt ins Haus. Da ist zunächst pro Wahl eine Wahlbenachrichtigung. Alle Wahlen zusammengerechnet, sind das 78,4 Millionen Briefe – und die sind kein o8/15-Massendruck, sondern in höchstem Maße individualisiert. Denn darin stehen neben dem Datum der Wahl auch der Wahlbezirk, die laufende Nummer im Wählerverzeichnis sowie der Ort, an dem sich das zuständige Wahllokal befindet. Zurzeit gibt es rund 73.500 davon. Eine logistische Herausforderung für Amt und Drucker. Stimmzettel für Millionen Allem Onlinehype zum Trotz: Bei Wahlen sind bedruckte Stimmzettel das entscheidende Instrument. Wie diese aussehen und hergestellt werden – dafür gibt es penible Regeln aus der Bundeswahlordnung. Neben der vorgeschriebenen Gestaltung gilt das auch für Format und Papier. Die Größe des Stimmzettels variiert je nach Anzahl der Wahlvorschläge, an der Bundestagswahl 2021 nehmen 47 Parteien teil. Das Papier muss so beschaffen sein, dass, nach Kennzeichnung und Faltung durch den Wähler, andere Personen nicht erkennen können, wie er gewählt hat. Der Stimmzettel muss deshalb zu mindestens 98 Prozent opak sein und besteht idealerweise aus Recyclingpapier. Er darf also nicht durchscheinend sein. Eine Besonderheit ist die abgeschnittene oder gelochte obere rechte Ecke des Stimmzettels. Sie soll Blinden mit speziell dafür erstellten Schablonen die Stimmabgabe erleichtern. Diese Schablone bestellen Blinde gemeinsam mit einer CD, auf der ihnen der Inhalt des Wahlzettels vorgelesen wird. Damit können sie dann an der richtigen Stelle ihr Kreuz machen. Oben links in der Ecke des Wahlzettels finden sich manchmal für den Der Kampf um die Kanzlerkandidatur – auf Plakaten, Postern und Flyern 10 // 03/2021

NUTZEN BUNDESTAGSWAHL 2021 Wer keine Lust oder Zeit hat, am 26. September in ein Wahllokal zu gehen, kann natürlich auch per Brief wählen. Dafür stellt man einen Antrag und bekommt dann reichlich Post ins Haus: Laien unverständliche Informationen. Diese Angaben werden später für statistische Erhebungen und Auswertungen verwendet. Insgesamt müssen für die Bundestagswahl und Landtagswahlen im Jahr 2021 knapp 78,4 Millionen Wahlzettel gedruckt werden. Nach der Wahl wird dieses demokratisch wertvolle Papier sortiert und aufgehoben, falls es zu Einsprüchen kommt. Nach sechs Monaten dürfen die Wahlscheinverzeichnisse, Wählerverzeichnisse und die ungültig abgegebenen Stimmzettel ins Altpapier. Für die gültigen Stimmzettel gilt eine Archivierungsfrist bis 60 Tage vor der nächsten Wahl. Dann können auch sie vernichtet beziehungsweise recycelt werden. Parlamentarier – die „Papiertiger“ » ein Merkblatt zum Ablauf der Briefwahl » einen Wahlschein » einen Stimmzettel für die Erst- und Zweitstimme » einen blauen Umschlag, in den der Stimmzettel gesteckt wird » einen roten Umschlag für alle Briefwahlunterlagen Bei einem Anteil von mittlerweile rund 29 Prozent Briefwählern bei einer Bundestagswahl gehen diese gedruckten Unterlagen an 18,5 Mio. Personen. Print und Demokratie sind beste Freunde. Kein Wunder, denn der Anspruch an Transparenz, Rechenschaft und Offenlegung konnte und kann auch heute nur mit gedruckten Dokumenten gewährleistet werden. Deshalb erscheinen alle Vorlagen, die im Bundestag verhandelt werden, als Drucksache: Gesetzentwürfe, Anträge von Fraktionen oder der Bundesregierung, Beschlussempfehlungen und Berichte aus den Ausschüssen, Änderungs- und Entschließungsanträge, Große und Kleine Anfragen aus dem Parlament an die Bundesregierung, Berichte und Unterrichtungen sowie Fragen für die Fragestunde im Plenum. All diese gedruckten Dokumente werden an die Abgeordneten, an die Mitglieder des Bundesrates sowie an alle Bundesministerien verteilt. Damit entstehen im parlamentarischen Betrieb innerhalb einer vierjährigen Wahlperiode mehr als 12.000 Drucksachen – viele von geringem Umfang, einige, wie der jährliche Haushaltsplan, mit mehr als 3.000 Seiten. » Bild: Christin Klose – shutterstock 03/2021 // 11