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Nutzen 1-17 vdmno

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Nutzen 1-17 vdmno

DER

DER vdmno-NUTZEN VERBAND DRUCK UND MEDIEN NORDOST JAHRESVERSAMMLUNG 2017 Zum ersten Mal fand die Jahresversammlung der Verbände Druck und Medien Mitteldeutschland und NordOst gemeinsam statt. Als Tagungsort wurde Wernigerode im Harz ausgewählt. Erste gemeinsame Jahrestagung der Verbände Druck und Medien Mitteldeutschland und NordOst in Wernigerode Der gemeinsame Teil der Jahresversammlung, im Anschluss an die getrennt abgehaltenen Mitgliederversammlungen, startete nach der Kaffeepause mit der Begrüßung durch Christian Heinrich, dem neuen Vorsitzenden des Verbandes Mitteldeutschland. Dann übernahm, eine Neuerung, Udo Eickelpasch, vdmno-Referat Technik, die Moderation. Cordula Natusch, Inhaberin der Redaktion Natusch aus Hamburg, erläuterte, wie man am effizientesten von einer Idee zu einem tragfähigen Konzept gelangt. „Je größer man denkt, umso notwendiger ist ein Konzept“, betonte Natusch. Neben den Schritten zum Konzept machte sie in der Zieldefinition anhand von Beispielen deutlich, dass ein gutes Konzept vom Ende, also vom Ziel aus, entsteht. Situationsanalyse sei ebenso wichtig, wie 8 01/2017

DER vdmno-NUTZEN VERBAND DRUCK UND MEDIEN NORDOST die Möglichkeit, Lösungsalternativen zu finden, wenn die Kluft zwischen Ist- und Sollzustand zu groß ist. Christian Terhechte, Geschäftsführer der Neuland-Medien aus Rheda-Wiedenbrück, zeigte auf, wie Augmented Reality die Wirtschaft erobert. Sei es in der Industrie, der Logistik, dem Gesundheitswesen oder dem Handel aber auch in der Druck- und Medienindustrie. Die Anwendung „Social Augmentend Learning“ wurde anschließend eindrucksvoll von Ronny Willfahrt, vdmno-Referat Technik, präsentiert. Willfahrt, der in diesem Projekt des Zentral-Fachausschusses Berufsbildung Druck und Medien (ZFA) mit arbeitet, schilderte, wie in einer virtuellen Umgebung Arbeitsprozesse von Auszubildenden unmittelbar und interaktiv an einer virtuellen Druckmaschine erlebt werden können. Durch das intensive Eintauchen (Immersionsgrad) wird ermöglicht, dass authentische Erfahrungen am virtuellen Lerngegenstand gesammelt werden. Nicht zuletzt dadurch wird der Spaß am Entdecken komplexer Maschinen gesteigert. Social Virtual Learning soll so dazu beitragen, praxis- und arbeitsplatznahe Lernerfahrungen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung zu ermöglichen, unabhängig davon, welche Maschinen am Lernort verfügbar sind. Die überbetriebliche Ausbildungsstätte in Oldenburg wird, wie in unserem Artikel: „Angehende Medientechnologen Druck lernen in der virtuellen Realität“ bereits erwähnt, diese Technik ab dem neuen Ausbildungjahr 2017/2018 im Einsatz haben. Der letzte Redner des Nachmittages, Waldemar Hötte, Geschäftsführer des Wittenberg Zentrums für globale Ethik, startete mit einem Brecht-Zitat: „Erst kommt das Fressen, dann die Moral“ und stellte dann die Frage: Wo bleibt die Ethik in der Wirtschaft? Aus dem Grundschema der Ethik, den moralischen Idealen, Handlungsbedingungen und verantwortlichem Handeln entwickelte Hötte die These, dass Moral und Eigeninteresse in keinem Gegensatz stehen. Das Fazit des Vortrages: Moralisches Handeln sei eine Investition und kein Verzicht. Dem Wittenberg-Zentrum, dem einige große deutsche Unternehmen angehören, geht es darum, ökonomischen Nutzen mit einer sozialen Komponente zu vereinen. Demnach wird das natürliche Eigeninteresse, Profit zu machen, durch das Einbringen von Moral nicht gebremst, sondern erweitert. Anders ausgedrückt: Es kann nur derjenige systematisch Gewinne machen, der anderen Menschen Nutzen stiftet. Der Tag klang aus mit dem Kollegenabend im Ballsaal des Harzer Kultur- und Kongresszentrums, der dafür den perfekten Rahmen bot. Am Samstag bot die gemeinsame Fahrt mit der Harzer Schmalspurbahn auf den Brocken noch einmal Entspannung und Erholung, aber natürlich auch weiter Gelegenheit, sich mit Kollegen aus Niedersachsen, Sachsen, Thüringen, Berlin, Sachsen-Anhalt und Brandenburg auszutauschen. Beste Fernsicht sorgte dafür, dass der Aufenthalt auf dem Brocken ein besonderes Highlight war. Immerhin liegt der Brocken, statistisch gesehen, an 305 Tagen im Jahr im Nebel. Fazit der Veranstaltung: Die gemeinsame Jahrestagung war ein voller Erfolg und eine Fortsetzung ist ausdrücklich erwünscht. Und diese gibt es auch, am 20. und 21. April 2018 in Neuruppin. 01/2017 9