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Nutzen 1-18 vdmno

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NUTZEN UMWELTSCHUTZ Gut

NUTZEN UMWELTSCHUTZ Gut für die Umwelt – gut fürs Geschäft Grüner drucken ist heute mehr als ein Trend. So wie sich immer mehr Menschen mit Produkten aus Biomärkten versorgen oder Haushalte energiesparende Technik kaufen, erwarten Kunden von ihren Druckereien möglichst saubere, nachhaltig gefertigte Produkte. Das gilt für viele Unternehmen, Behörden oder Ministerien, aber auch private Auftraggeber. Und zunehmend wird in Ausschreibungen gefordert, dass Druck- und Medienbetriebe einen Nachweis über umweltund klimafreundliche Produktionen vorweisen können. Immer mehr Druckereien in Deutschland schließen sich daher der Klimainitiative der Druck- und Medienverbände an. Denn damit zeigen sie, dass sie nicht nur imstande sind, einzelne Produkte klimaneutral zu stellen. Für sie ist klimaneutrales Produzieren mehr als eine kurzfristig verkaufsfördernde Maßnahme. Sie beweisen glaubwürdiges, konsequentes Engagement und erfüllen damit den Anspruch ihrer Kunden, sich gemeinsam verantwortungsbewusst zu verhalten. Nachhaltig klimafreundlich drucken Die Leitlinien der bvdm-Klimainitiative setzen auf Nachhaltigkeit. Daher geben sie drei Bausteine für klimafreundliche Produktionen vor: CO 2 ermitteln ▶ CO 2 vermeiden ▶ CO 2 kompensieren. Stufe 1: Arbeiten mit dem CO 2 -Rechner, um die produktbezogenen Emissionen zu ermitteln. Der Onlinerechner zeigt auf, welche Emissionen durch einen Druckauftrag erzeugt werden. Zugangsvoraussetzung zu dem Rechner ist die Teilnahme an einer Schulung, bei der die komplexen Zusammenhänge der Bilanzierung sowie die einzelnen Rechenparameter erläutert und auf den entsprechenden Betrieb ausgerichtet werden. Stufe 2: Überprüfung der Energieeffizienz des Unternehmens, um Emissionen zu vermeiden. Betriebe, die Mitglied in der Klimainitiative werden möchten, erklären sich bereit, ihre Energieeffizienz überprüfen zu lassen. Dabei werden sie von den Verbandsexperten unterstützt. Diese Beratung wird für KMUs von der KfW mit 80% der Kosten bezuschusst. FOTOS: PETMAL - ISTOCK.COM Stufe 3: Nicht vermeidbare Emissionen kompensieren. Unternehmen können selbst oder im Auftrag ihrer Kunden die bilanzierten Emissionen eines Druckauftrages kompensieren. Dazu werden für die verursachten CO 2 -Emissionen entsprechende Zertifikate aus Klimaschutzprojekten erworben. Kompensierte Druckprodukte dürfen mit dem Zeichen „Print CO 2 kompensiert“ gekennzeichnet werden. 14 // 01/2018

NUTZEN UMWELTSCHUTZ Umfassend klimafreundlich arbeiten Vielen Betrieben ist die Kompensation von Druckproduktionen nicht genug. Deshalb bieten die Verbände an, den CO 2 -Fußabdruck für das gesamte Unternehmen zu ermitteln und zu kompensieren. Dabei werden drei Bereiche, sogegannnte „Scopes“, unterschieden. Scope 1 betrifft alle Emissionen aus eigenen Verbrennungsprozessen wie z. B. von Heizungen (Gas) und Fahrzeugen (Benzin). Scope 2 umfasst die Emissionen, die durch die Energieerzeugung der vom Unternehmen hinzugekauften Stromoder Fernwärmemengen entstehen. Scope 3 beinhaltet alle indirekten Emissionen, die durch die vor- und nachgelagerte Produktionskette des Unternehmens verursacht werden. Hierzu zählen erworbene Güter wie z.B. Papier oder Farben in der Druck- und Medienwirtschaft, Dienstleistungen, Reisetätigkeiten, Aktivitäten von Lieferanten und die Nutzung des Produktes durch den Kunden. Unternehmen, die Mitglied der Klimainitiative sind, also entsprechend nachhaltig arbeiten, signalisieren dies mit dem offiziellen Siegel der Verbände. Print geprüft www.bvdm-online.de Unternehmen, die sich darauf beschränken, die Emissionen zu kompensieren, die direkt in ihrem Hause anfallen (Scope 1 + 2), erhalten das Siegel „Energieeinsatz CO 2 kompensiert“. Unternehmen, die die Bilanz ihres gesamten Standortes (Scope 1, 2 + 3) kompensieren, dürfen dies mit dem Siegel „Unternehmen CO 2 kompensiert“ ausweisen. Wir haben eine Energieeffizienzanalyse durchgeführt und ich war erstaunt über das Kosten-Nutzen- Verhältnis der Energiesparmaßnahmen. Allein mit der Umstellung von Pumpen in der Druckerei konnten jährlich 60.000 Euro eingespart werden.“ Matthias Tietz, Geschäftsführer der Rheinisch-Bergische Druckerei GmbH 01/2018 // 15