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Nutzen 1-18 vdmno

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NUTZEN DIE FIRMA

NUTZEN DIE FIRMA Nachhaltig dank kurzer Wege Der Blick über den eigenen Tellerrand, eine hohe Flexibilität und nachhaltiges Handeln zeichnen das mittelständische Familienunternehmen Kuthal Print in Mainaschaff aus. FOTOS: KUTHAL Die Maschinen laufen auf Hochtouren. Im Akzidenz-Bogenoffset spielt Kuthal Print seit vielen Jahren vorne mit – darauf sind die Geschäftsführer Helmut Kraft und Stefan Glaab stolz. Und der Erfolg gibt ihnen recht. Was 1910 als Franz Kuthal Kunst- und Handelsdruckerei mit fünf Beschäftigten begann, ist heute ein industrielles Druckunternehmen mit mehr als 80 Mitarbeitern. Als Schlüssel zum Erfolg sehen die beiden die Verbindung aus höchster Flexibilität mit der Qualität in der Beratung. „Wir drucken zwar industriell, aber ein fester Ansprechpartner und die Möglichkeit, auch extrem kurzfristig zu reagieren – das ist unseren Kunden wichtig“, erklärt Stefan Glaab. Er weiß: „Neben der Schnelligkeit und der Qualität der Drucksachen ist natürlich auch die Nachhaltigkeit ein wichtiges Entscheidungskriterium für unsere Kunden.“ Zum größten Teil sind es bei Kuthal Stammkunden aus der Region. Laut Helmut Kraft ist die Nähe nach wie vor ein wichtiger Faktor: „Es heißt zwar immer, dass der Standort keine große Rolle mehr spielt. Trotzdem kommen rund 90 Prozent unseres Umsatzes aus dem Rhein- Main-Gebiet.“ Diese prosperierende Wirtschaftsregion bietet dem Unternehmen seit jeher wichtige Kunden, vor allem aus der Finanz- und Immobilienwirtschaft. Und dennoch bereitet die mittel- und langfristige Entwicklung im Bereich Akzidenzdruck den beiden Unternehmern auch Sorgen. Grund hierfür sind rückläufige Auflagen und die Unplanbarkeit der Aufträge. Hier wird dem Unternehmen eine enorme Flexibilität abverlangt. Zweites Standbein Logistik Für die Unternehmer ist es beruhigend, dass sie in den letzten Jahrzehnten ein weiteres Unternehmen aufgebaut haben: „Wir lieben unsere Druckerei und möchten mit ihr lange am Markt erfolgreich sein, aber wir sind schon sehr froh, dass wir mit unserem dynamischen, wachsenden Logistikunternehmen ein zweites Standbein haben.“ Und dieses Standbein ist mittlerweile das weit größere des Familienunternehmens. Wie es dazu kam? Aus der unternehmerischen Idee heraus, ein weiteres Geschäft neben der Druckerei aufzubauen, und aus dem Kundenwunsch nach komplexeren Distributionsleistungen entstand im Jahr 1990 das Schwesterunternehmen RMD Logistics. „Wir haben uns einen großen Namen gemacht in der Kombination von Druck und Logistik“, so Helmut Kraft. Mittlerweile arbeiten über 22 // 01/2018

NUTZEN DIE FIRMA Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein sind für Kuthal Print eine Selbstverständlichkeit und längst in die Arbeitsabläufe integriert. Kurze Wege Zwischen der Druckmaschine und dem Lagerregal liegen 25 bis maximal 150 Meter. Frachtwege und -kosten zwischen Print und Logistiker entfallen und somit auch die Umweltbelastung durch CO 2 -Emissionen. Nachhaltige Materialien Es kommen ökologische Druckfarben auf FSC- oder PEFC-zertifizierten, besonders umweltfreundlichen Papieren zum Einsatz. Gutes Raumklima Verwendung von unbedenklichem Druckpuder ohne Feinstaubbelastung. Die alkoholbasierten Lösungsmittel IPA wurden im Druckprozess um 80 Prozent reduziert. Energieeffizienz Ein eigenes Block-Heizkraftwerk erzeugt energiesparend Wärme und Strom. Mit der Kompressor-Abwärme aus der Produktion werden die Lagerräume geheizt. Effizienz auch im Verbrauch: In der gesamten Weiterverarbeitung wurde auf energiesparende LED-Beleuchtung umgestellt. Aufbereitetes Wasser Sowohl bei der Luftbefeuchtung der Halle als auch bei der Feuchtwasserversorgung der Maschinen kommt aufbereitetes Wasser zum Einsatz. 350 Mitarbeiter an zwei modernen Standorten mit insgesamt 150.000 Paletten- und Artikelstellplätzen und versenden jährlich mehr als 1.000.000 Pakete an nationale und internationale Empfänger. Das ist auch ein Mehrwert für die Kunden der Druckerei. Sie können schnell und unkompliziert auf dieses breite Leistungsangebot zugreifen. Zum Beispiel beim Einlagern, Konfektionieren oder Versenden von Printprodukten nach Verteiler und Abrufliste. Nachhaltigkeit ist kein Modetrend Die enge Verzahnung von Druckbetrieb und Logistikdienstleister wissen viele Kunden zu schätzen. „Wir arbeiten nach dem Prinzip der kurzen Wege. Den Materialtransport haben wir auf ein Minimum reduziert. Das bedeutet, dass zwischen Druckmaschine und Lagerregal gerade einmal ein paar Meter liegen. Das beschleunigt nicht nur Prozesse, sondern vermeidet auch unnötige Emissionen“, so Stefan Glaab und ergänzt: „Zudem sind wir sowohl FSC- als auch PEFC-zertifiziert – Zertifikate, die wir aber durchaus auch kritisch sehen. Unser hauseigenes Blockheizkraftwerk ist ein wichtiger Baustein unserer Effizienz-Strategie. Auch im Verbrauch werden wir immer effizienter, beispielsweise mit dem flächendeckenden Einsatz von energiesparender LED-Beleuchtung.“ Man merkt sofort: Nachhaltig zu handeln ist für die Unternehmer kein Modetrend, sondern gelebte unternehmerische Verantwortung. „Das kennen wir nicht anders, denn langfristiges Denken ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil unserer Unternehmensführung. Und weil wir viel bewegen, ist diese Art zu denken auch in unserem Produktionsalltag vielfältig verankert“, ist sich Helmut Kraft sicher. Und Stefan Glaab ergänzt: „Nachhaltig zu wirtschaften heißt für uns, eine Win-win-win-Situation herzustellen: Für unsere Kunden, für uns und vor allem auch für unser aller Zukunft.“ Kleinere Abfallmengen Durch einen verringerten Ausschuss in der Anlaufmakulatur und das Recycling von Einwegpaletten wird die Müllmenge reduziert. Ressourcenschonende Technik Maschinen der neuesten Generation sparen Ressourcen. Klimaneutrales Drucken Der verbleibende, unvermeidliche CO 2 -Ausstoß kann durch die Option „klimaneutrales Drucken“ ausgeglichen werden. Die Geschäftsführer von Kuthal Print, Helmut Kraft (l.) und Stefan Glaab (r.), im Gespräch mit Marian Rappl (VDMB). 01/2018 // 23