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Nutzen 2-17 vdmno

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Nutzen 2-17 vdmno

NUTZEN TITELTHEMA

NUTZEN TITELTHEMA NACHWUCHS DIE ARGUMENTE Nur Geld und Karriere machen Jugendliche nicht glücklich Wer Jugendliche für sein Unternehmen gewinnen möchte, sollte wissen, wie sie ticken. Denn nur dann kann man ihnen die Argumente nennen, die sie bei ihrer Entscheidung für einen Beruf überzeugen. Die aktuelle Shell Jugendstudie belegt, dass Jugendliche sich die Vereinbarkeit von Arbeit, Freizeit und Familie wünschen. Und es geht ihnen „um planbare und verlässliche Gestaltungsmöglichkeiten und weniger um »entgrenzte Welten«“. Der Beruf soll „sicher sein und ein auskömmliches Leben ermöglichen, aber auch als eine selbstbestimmte, sinnvolle und gesellschaftlich nützliche Tätigkeit erlebbar sein“. SHELL JUGENDSTUDIE: WIE TICKT DIE JUGEND? ERWARTUNGEN AN DIE BERUFSTÄTIGKEIT 31 % Viele Kontakte zu anderen Menschen 71 % Sicherer Arbeitsplatz 20 80 60 40 58 % Eigene Ideen einbringen 33 % Hohes Einkommen 37 % Gute Aufstiegsmöglichkeiten 48 % Genügend Freizeit neben dem Beruf Basis: Jugendliche von 12 bis 25 Jahren ohne eigene Kinder O-Töne und bewegte Bilder gibt’s hier: youtu.be/F5PCnfqyxRA Interessant ist, dass ein gutes Fünftel der Jugendlichen (22 Prozent), die bereits die Schule verlassen haben, meint, dass sie aufgrund des fehlenden Schulabschlusses nicht ihren Wunschberuf ergreifen konnten. Lag das wirklich am Schulabschluss oder eher an Defiziten in schulischen Basiskenntnissen? Oder hatten sie sich auf den Industriemechaniker oder das Friseurhandwerk eingeschworen, weil ihnen jemand gesagt hat, das wäre etwas für sie? Vielleicht wussten sie einfach nicht, was die Druck- und Medienwirtschaft ist und dass es auch hier Traumberufe gibt? Hier gilt es, gemeinsam für mehr Bekanntheit und das positive Image der Branche und ihrer Berufe zu werben, z. B. auf Messen und mit Schülerpraktika, aber auch gegenüber Partnern wie Arbeitsagenturen und anderen Multiplikatoren. Die Verbände Druck und Medien sind in diesem Bereich seit Jahren sehr aktiv. sehr wichtig wichtig weniger wichtig unwichtig Vieles, was sich Jugendliche wünschen, können Betriebe der Druck- und Medienwirtschaft bieten. So sind die Einkommen vergleichsweise gut, die tariflich vereinbarten Arbeitszeiten lassen Freiraum für Familie und Hobby, und motivierte, engagierte Beschäftigte haben vielfältige Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln und aufzusteigen. Quelle: 17. Shell Jugendstudie, 2015 14 // 02/2017

NUTZEN TITELTHEMA NACHWUCHS INDUSTRIE 4.0 BRAUCHT BILDUNG 4.0 Besser lernen mit Virtual Reality FOTO: © PRESSE- UND INFORMATIONSAMT DER BUNDESREGIERUNG Wir sehen, dass die Digitalisierung immer stärker den Arbeitsalltag prägt. Daher brauchen wir eine Berufsbildung 4.0 mit digitalen Inhalten und Methoden.“ Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesbildungsministerin MEHR INFORMATIONEN Alle Infos zu den Projekten und einen ausführlichen Bericht finden Sie auf social-virtual-learning.de und bvdm-online.de/bmbf Die Verbände Druck und Medien passen die Gestaltung der Ausbildungsgänge in der Druckindustrie kontinuierlich an die Anforderungen des Marktes an. In der zunehmend digitalisierten und vernetzten Arbeitswelt setzt die Branche dabei auf zukunftsweisende Lernformen. Auf Initiative des bvdm und ver.di unter dem Dach des ZFA wurde das Bundesprojekt „Social Augmented Learning“ (SAL) und in Folge „Social Virtual Learning“ (SVL) initiiert. Es ermöglicht Auszubildenden, in eine Druckmaschine hineinzusehen, um die komplexen Arbeitsabläufe besser zu verstehen. Sie platzieren dazu einen Tablet-PC vor ein Marker-Plakat an einer Druckmaschine und erhalten so eine dreidimensionale Darstellung des Innenlebens dieser Maschine, die sich je nach Position des Tablets mitbewegt. Mit dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten SAL-Projekt konnte nachgewiesen werden, dass Auszubildende im Beruf „Medientechnologe/-in Druck“, die mit dieser Technik lernen, im Abschlusstest besser abschneiden als eine Vergleichsgruppe mit konventionellen Lernmitteln. Seit September 2016 wird dieser Lernansatz stetig ausgebaut. Mittlerweile gibt es vier Lernmodule für das Lernen an Tablets und zwei Module für das Lernen in virtuellen Welten mit VR-Brillen. „Wir sehen, dass die Digitalisierung immer stärker den Arbeitsalltag prägt. Daher brauchen wir eine Berufsbildung 4.0 mit digitalen Inhalten und Methoden. Das ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Industrie 4.0 und damit für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland“, kommentierte Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka die beeindruckenden Ergebnisse der Druckindustrie auf einem Workshop im Jahr 2016. 02/2017 // 15