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Nutzen 2-17 vdmno

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Nutzen 2-17 vdmno

NUTZEN DIE FIRMA

NUTZEN DIE FIRMA Produktiv, kooperativ, engagiert Das erfolgreiche Familienunternehmen Aumüller Druck in Regensburg ist einer der leistungsfähigsten industriellen Bogendrucker Deutschlands AUMÜLLER DRUCK REGENSBURG FOTOS: FLORIAN HAMMERICH Beim Rundgang mit den Brüdern Christian und Stefan Aumüller durch ihr Unternehmen wird einem schnell klar: Hier wird im industriellen Maßstab gedruckt. Im Drucksaal wird gerade eine neue Achtfarben aufgebaut – bereits die 21. Maschine 1888 Gründung als Zeitungsbetrieb » Familienbetrieb in vierter Generation » 150 Mitarbeiter, 125 in der Produktion » 30 Mio. Euro Umsatz » 42 Druckwerke, 5 Druckmaschinen » Täglicher Druckplattenbedarf: rund 1.500 dieser Größenordnung, die die beiden Geschäftsführer seit 1995 installiert haben. Im Schnitt jedes Jahr eine Maschine. Bei Aumüller Druck arbeiten aktuell 42 Druckwerke in 5 Maschinen – hocheffiziente, industrielle Druckproduktion. Der frühe Einstieg in die Schön-/Wider-Technologie gepaart mit einer sehr effizienten Weiterverarbeitung war ein wichtiger Meilenstein ihrer Erfolgsgeschichte. Stefan Aumüller: „In der Druckindustrie kann man nur noch durch eine hochspezialisierte Produktion die vom Markt geforderten Preise darstellen. Daher haben wir schon vor 20 Jahren damit begonnen, die Firma auf 22 // 02/2017

NUTZEN DIE FIRMA eine rationelle und schlanke Produktion auszurichten. Konkret: nur noch ein einziges Maschinen- und Plattenformat sowie das Vermeiden von unnötig komplizierten Arbeitsschritten in der Vorstufe oder in der Weiterverarbeitung.“ Eine Spezialisierung, die auch von vielen Kollegenbetrieben genutzt wird. Die Geschäftsführer sind sich sicher: Heutiges Wirtschaftsleben funktioniere nicht ohne Kooperationen. Und so drucken sie für viele Druckereien die Aufträge, die diese nicht wirtschaftlich produzieren können. „Rund 15 bis 20 Prozent unserer Aufträge kommen von anderen Druckereien. Je höher bei den Druckprodukten der Umfang ist, umso stärker wirkt sich unsere Produktivität aus. Die Auflagenhöhe spielt dabei keine Rolle. Wir geben aber auch selbst Aufträge an Kollegenbetriebe ab, z. B. Produkte im Digitaldruckbereich“, betont Christian Aumüller und bringt es auf den Punkt: „Wir sind kein Mediendienstleister – wir wollen einfach möglichst schnell möglichst viel Papier bedrucken. Und das hocheffizient.“ Ist das schon Print 4.0? „Print 4.0 ist ein Schlagwort. Bei uns geht es darum, die Prozesse zu optimieren beziehungsweise zu automatisieren. Deshalb ist der Gedanke des Lean Management bei uns ganz stark verankert. Wir versuchen alles durch die Lean-Brille zu sehen“, sagt Stefan Aumüller. Für das Unternehmen bedeute dies konkret die Vermeidung von Verschwendung sowie das Potenzial seiner Mitarbeiter zu nutzen. Unter dem Leitspruch „Wer nichts verschwendet, kann großzügig sein“ gehen Stefan und Christian Aumüller seit jeher auch im Management innovative Wege. „Schon seit 35 Jahren können sich unsere Mitarbeiter am Unternehmen beteiligen. Rund 60 Prozent sind stille Gesellschafter und am Gewinn beteiligt“, freut sich Stefan Aumüller. Ebenso früh begann das Engagement für Umwelt, Familienfreundlichkeit und Arbeitssicherheit. Beispiele für das gesellschaftliche Engagement des Unternehmens sind der „Aumüller Schulpreis“, der „Aumüller Berufsschulpreis“, Die Brüder Stefan und Christian Aumüller (v. l.) im Gespräch mit NUTZEN Schon seit 35 Jahren können sich unsere Mitarbeiter am Unternehmen beteiligen. Rund 60 Prozent sind stille Gesellschafter und am Gewinn beteiligt.“ Christian Aumüller Wer nichts verschwendet, kann großzügig sein.“ Stefan Aumüller der „Aumüller Integrationspreis“. Diese und weitere Aktivitäten wurden bereits mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen gewürdigt. Das alles trage zur Attraktivität als Arbeitgeber bei und führe dazu, dass sich die Mitarbeiter stark mit dem Unternehmen identifizieren. Von einem Fachkräftemangel sei bei Aumüller noch nichts zu spüren. Das Unternehmen war schon immer Ausbildungsbetrieb. Um ganzheitlich auszubilden und um den Lehrlingen einen Blick über den spezialisierten Tellerrand zu ermöglichen, ist für alle der Besuch der Überbetrieblichen Ausbildung des Verbandes unverzichtbarer Bestandteil der Ausbildung. Zudem schulen sie alle Mitarbeiter – intern und extern. „Wir verzeichnen rund 200 Schulungstage im Jahr bei 150 Mitarbeitern. Auch dies ist eine letztlich sehr lohnende Investition – denn unsere Mitarbeiter sind gerne bei uns und versuchen mit Sportsgeist, die Produktivität zu optimieren“, so Christian Aumüller. 02/2017 // 23