Aufrufe
vor 3 Jahren

Nutzen 2-19 vdmno

NUTZEN WER SPIELT,

NUTZEN WER SPIELT, SÜNDIGT NICHT Wachstumsmarkt Spiele unbeeindruckt von digitalen Produkten Gemeinsam zusammensitzen und bei einem guten Spiel jede Menge Spaß haben ist eine Tradition, die schon mehrere Tausend Jahre alt ist. Gesellschaftsspiele existieren bereits seit rund 4.000 Jahren und sind auf Partys oder Familienfeiern auch heute noch ein beliebter Zeitvertreib. Klassische Brettspiele wie Schach und Go haben eine jahrhundertealte Tradition. Das Königliche Spiel von Ur wird sogar auf rund 2600 v. Chr. datiert. Brettspiele, wie wir sie heute kennen, wurden in den USA ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch Verlage wie Parker und Milton Bradley (MB) vermarktet. Zur ersten richtig großen Stückzahl brachte es 1935 der Klassiker Monopoly. Ein weiterer bedeutender Impuls ging von Spielen aus, die ab etwa 1960 veröffentlicht wurden, darunter Risiko und Das Spiel des Lebens. Mensch ärgere Dich nicht zählt zu den Klassikern unter den deutschen Brettspielen und ist ein Abkömmling des indischen Spiels Pachisi. Es wurde 1907/1908 in München von Josef Friedrich Schmidt, dem Gründer von Schmidt Spiele, erfunden und erschien erstmals 1910, bevor es 1914 in Serie ging. Bis heute wurden mehr als 90 Millionen Exemplare des Spiels verkauft, aktuell sind es etwa 100.000 Exemplare jährlich. Über 1.000 Neuerscheinungen im Jahr Mit mehr als 50 Millionen verkauften Spielen ist die Nachfrage 2018 um 9 Prozent wieder gewachsen, berichtete der Spieleverlage e. V. Anfang dieses Jahres. Brettund Kartenspiele sowie Puzzle konnten ihre Position als wichtigste Warengruppe im Spielwarenmarkt weiter ausbauen. Über 1.000 Neuerscheinungen im Jahr zeigen, dass sich die Branche innovativ und vital entwickelt. Ein Großteil der Produktion deutscher Hersteller geht in den Export, da auch in vielen internationalen Märkten Spiele eine sehr positive Entwicklung verzeichnen und deutsche Brettspiele weltweit sehr beliebt sind. DIE BELIEBTESTEN SPIELE UNTER DEN KLASSIKERN Kniffel Mensch ärgere Dich nicht Monopoly Siedler von Catan Skatblatt 12/2013 12/2014 12/2015 12/2016 12/2017 Spitzen im Verkauf werden stets in der Vorweihnachtszeit erreicht. Erhebung von idealo.de 10 // 02/2019

NUTZEN WER SPIELT, SÜNDIGT NICHT DIE SPIELER SITZEN IM SÜDEN 3 % Schleswig-Holstein 1 % Bremen 25 % Nordrhein- Westfalen 9 % Hessen 4 % Hamburg 9 % Niedersachsen 5 % Rheinland-Pfalz 1 % Saarland 1 % Mecklenburg- Vorpommern 6 % Berlin 2 % Brandenburg 1 % Sachsen-Anhalt 4 % Sachsen 2 % Thüringen Familien lieben Klassiker Die Entwicklung des Gesellschaftsspielmarktes steht nicht in Konkurrenz zu digitalen Produkten, da beim Spielen vielmehr die soziale Komponente und gemeinsame Erlebnisse im Vordergrund stehen. Einige Spiele nutzen Elektronik und digitale Ergänzungen, die wesentlichen Elemente eines Brettspiels bleiben aber meist erhalten. Viel genutzt werden jedoch digitale Kanäle wie Social Media und Blogs, um sich über Spiele zu informieren oder darüber zu diskutieren. Neben neuen Spielen, die mit oder ohne digitalen Komponenten auf den Tisch kommen, setzen viele Familien auf Klassiker und Spielesammlungen. Bei den Klassikern zeigt sich gemäß den Angaben von idealo.de, dass die neueren Varianten von Monopoly und Siedler von Catan in den letzten ein bis zwei Jahren stark an Nachfrage zugelegt haben. 13 % Baden-Württemberg 14 % Bayern Idealo.de hat den prozentualen Anteil an der Gesamtnachfrage für die einzelnen Bundesländer über einen Zeitraum von sechs Monaten ausgewertet. Allein der Anteil von Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen macht bereits über die Hälfte der Gesamtnachfrage nach Gesellschaftsspielen aus. DER LAUF DER DINGE Waren Eltern im 19. Jahrhundert noch besorgt, weil ihre Kinder lesen wollten – statt etwas „Nützliches“ zu tun –, sind heute ungezählte Leseförderprojekte aktiv, um die Kleinen zum Lesen zu bewegen. Erhebung von idealo.de Bild: screenshot / Baselland Tourismus Nerv nicht, Junior Viele Eltern kennen das Problem: Im Restaurant wird es dem Nachwuchs schnell langweilig, wenn das Essen nicht sofort auf dem Tisch steht oder die Großen nach dem Essen noch ein wenig plaudern. Um sowohl Eltern als auch ihren Kindern das Auswärtsessen zu versüßen, hat Baselland Tourismus das Mal- und Rätselheft „Dein Baselbiet“ entwickelt. Damit soll Langeweile gar nicht erst aufkommen. Das Heft entführt die Kinder auf Erlebnisse und Abenteuer in Baselland. So gibt es beispielsweise ein Von- Punkt-zu-Punkt-Rätsel zur Solarbobbahn oder „Finde die Unterschiede“ im Aquabasilea. Zusätzlich enthält das Heft eine Liste mit besonders kindgerechten Ausflugstipps. Das freut natürlich auch die Betreiber der Ausflugsstätten, win-win im besten Sinne. 10.000 Sets werden direkt an die Restaurantpartner von Baselland Tourismus versendet, weitere befinden sich in Reserve. Das Projekt wurde über den Gasttaxenfonds Baselland mitfinanziert. 02/2019 // 11