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NUTZEN WER SPIELT, SÜNDIGT NICHT Wie das Rätsel in die Zeitung kommt Das Spiel mit Buchstaben und Zahlen gehört zu den liebsten Hobbys der Deutschen. Gut 10 Millionen Menschen lösen in ihrer Freizeit häufig Rätsel. Und wenn eine Zeitung einmal richtig Ärger mit ihren Lesern haben will, dann muss sie nur das Rätsel abschaffen. Aber wie entsteht ein Kreuzworträtsel? Viele nehmen vermutlich an, das funktioniere heutzutage mit ein paar Handgriffen auf der Computertastatur. Weit gefehlt, jedenfalls wenn es ein gutes Rätsel sein soll. Natürlich sind Lexika und Nachschlagewerke mittlerweile digitalisiert. Aber die für die Erstellung der Rätsel notwendigen Datenbanken mit zigtausend Begriffen werden von engagierten Experten gepflegt. Wörter werden zum Beispiel nach Schwierigkeitsgraden von 1 bis 8 und nach Längen kategorisiert. Denn je mehr Wörter mit einem höheren Schwierigkeitsgrad ein Rätsel enthält, desto schwieriger ist es. „Buch“ findet sich eben leichter als „Liebstoeckel“. Zudem erkennt man die Qualität des Rätsels am „Verknüpfungsgrad“. Ein gutes Rätsel hat wenige Zwei-oder-drei-Buchstaben-Begriffe, und ein Wort mit acht Buchstaben sollte zu 50 Prozent mit Sūji wa dokushin ni kagiru – kurz Sudoku anderen Worten verknüpft sein. Noch wichtiger ist die Handarbeit im Hinblick auf die Aktualität. Sportler, Künstler und Trends kommen und gehen, das muss ein Rätselmacher auf dem Radar haben. Oder es geht darum, bestimmte Zielgruppen mit speziellen Themen zu begeistern. So gibt es seit 2016 ein Heft zum Themenfeld Stars, Prominente und Adel auf dem Markt. Das Heft erscheint seitdem alle zwei Monate mit einer Auflage von über 100.000 Exemplaren. Katastrophe Kreuzworträtsel Das erste Kreuzworträtsel der Welt erschien am 21. Dezember 1913 in der Weihnachtsbeilage der Zeitung „New York World“ und enthielt 31 Suchbegriffe. Erfunden haben soll es der aus Liverpool stammende Journalist Arthur Wynne. Das Rätsel sorgte bei den Lesern für Furore. Experten dagegen sahen mit ihm eine Katastrophe für die ganze Nation aufziehen. So berichtete die Tageszeitung „The Times“: „Ganz Amerika hat sich dem Kreuzworträtsel unterworfen. Es hat sich inzwischen zu einer Gefahr für die Arbeitskosten quer durch alle sozialen Schichten ausgewachsen. Fünf Millionen Stunden gehen dabei dem amerikanischen Volk täglich verloren – meist wertvolle Stunden in der Arbeitszeit – für eine sinnlose, läppische Sache.“ In Deutschland wurde erstmals 1925 ein Kreuzworträtsel in der „Berliner Illustrirten“ des Ullstein Verlags veröffentlicht. Aber klassische Kreuzworträtsel sind natürlich nur ein kleiner Teil des Marktes. Sudokus und ihre Familie schieben sich seit ihrem ersten Erscheinen im deutschen Markt im Jahr 2005 kontinuierlich an die Spitze der Beliebtheit. Erfunden hat sie in den USA 1979 der damals 74-jährige Architekt und freischaffende Rätselfan Howard Garns. Seinen Durchbruch erlebte das Zahlenrätsel jedoch erst zwischen 1984 und 1986, als die japanische Zeitschrift Nikoli es regelmäßig abdruckte. Zunächst lief es unter dem Namen „Sūji wa dokushin ni kagiru“ (deutsch etwa: „Isolieren Sie die Zahlen; die Zahlen dürfen nur einmal vorkommen“). Dieser – vermutlich auch für Japaner – recht sperrige Name wurde vom Herausgeber verkürzt und als Marke registriert. Da jedoch das Prinzip des Rätsels nicht dem Urheberrecht unterliegt, können Sudokus frei erstellt und veröffentlicht werden. Mit dem Abdruck in Zeitschriften, Zeitungen und Rätselheften in Europa nahm der Erfolg schließlich auch hier seinen Lauf. Der Marktführer im Bereich der deutschsprachigen Rätselzeitschriften kommt aus Ismaning: Im Deutschen Rätsel Verlag (DRV) erscheinen aktuell mehr als 60 Titel, teils mit 52 Ausgaben pro Jahr und Heften mit bis zu 100 Seiten. BILD: DELUX – STOCK.ADOBE.COM 14 // 02/2019

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