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NUTZEN WIRTSCHAFT Lage

NUTZEN WIRTSCHAFT Lage der deutschen Druck- und Medienindustrie 2018/2019 Schwieriger Lage wird mit Investitionen begegnet Die Konjunktur in der deutschen Druck- und Medienindustrie hat sich nach einem gelungenen Start im Jahr 2018 wieder abgekühlt. Damit einher ging die Produktionstätigkeit um kalenderbereinigte 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Da die Verkaufspreise für Druckereierzeugnisse 2018 nur geringfügig stiegen, sank auch der nominale Umsatz aller umsatzsteuerpflichtigen Branchenunternehmen nach bvdm-Schätzung um kalenderbereinigte 1,9 Prozent von 20,8 Milliarden Euro im Jahr 2017 auf 20,4 Milliarden Euro. Dennoch suchen die Druck- und Medienunternehmen dringend nach gut ausgebildeten und erfahrenen Fachkräften, unter anderem im Bereich der Druckweiterverarbeitung. Die Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit zeigt, dass die Zahl der offenen Fachkräfte-, Spezialisten- und Expertenstellen für technische Druckberufe im Jahresdurchschnitt BRANCHENUMSATZ Jahr Tsd. Euro Mrd. Euro 2009 20.822.610 20,8 2010 20.687.309 20,7 2011 21.047.539 21,0 2012 21.559.781 21,6 2013 20.706.553 20,7 2014 20.696.516 20,7 2015 21.083.509 21,1 2016 20.860.842 20,9 2017 20.753.478 20,8 2018* 20.359.162 20,4 * bvdm-Schätzung; Quelle: bvdm, Statistisches Bundesamt NETTOWERBEEINNAHMEN 2018 14,0 % Tageszeitungen 28,7 % Fernsehen 11,1 % Online & Mobile 54,7 % Print 14,0 % Tageszeitungen 10,9 % Anzeigenblätter 10,7 % Fachzeitschriften 7,4 % Außen werbung 5,8 % Publikumszeitschriften 4,7 % Verzeichnismedien 0,8 % Wochen- & Sonntagszeitungen 0,5 % Zeitungssupplements 5,0 % Radio 0,5 % Kino Mehr als die Hälfte aller Nettowerbeeinnahmen sind in Print gebündelt. Die restlichen 45,3 Prozent müssen sich die Gattungen Fernsehen, Radio, Online & Mobile und Kino teilen. Quelle: Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW; Berechnungen Print: bvdm 26 // 02/2019

NUTZEN WIRTSCHAFT 2018 um 1,3 Prozent auf 1.025 angestiegen ist. Die vierteljährlichen Erhebungen des ifo Instituts zu den Produktionsbehinderungen in der Branche belegen, dass fehlende Fachkräfte in den Unternehmen 2018 das zweitgrößte Produktionshemmnis waren. Auch wenn sich das Geschäftsklima in der Branche im Frühjahr 2019 zwischenzeitlich wieder leicht verbesserte, bleibt das wirtschaftliche Umfeld für die Druckund Medienindustrie eine Herausforderung. Laut bvdm-Umfrage vom Beginn des Jahres meldeten neun von zehn Unternehmen (93 Prozent) Teuerungen beim Druckpapier, 59 Prozent gaben Teuerungen bei Druckfarben an und für 78 Prozent stiegen die Preise für Transport- und Logistikdienstleistungen. Dies jedoch scheint die Investitionsbereitschaft der Unternehmen nicht zu bremsen, im Gegenteil: Die Unternehmen begegnen den Schwierigkeiten mit einer großen Bereitschaft für Investitionen in Produktionsanlagen und Bauten, vor allem aber in Prozesse und Software. PRODUKTSTRUKTUR DER DRUCKINDUSTRIE 2018 in Mio. Euro Anteil in % Veränderung ggü. Vorjahr in % Werbedrucke/Kataloge 4.971 39,8 -3,6 Kataloge 1.166 9,3 -3,4 Plakate 480 3,8 1,8 Geschäftsberichte 42 0,3 -2,7 Andere Werbedrucke und -schriften 3.284 26,3 -4,5 Geschäftsdrucksachen 1.230 9,8 -0,9 Zeitschriften 995 8,0 -3,4 Zeitungen/Anzeigenblätter 1.232 9,9 -1,1 Tageszeitungen 866 6,9 -1,0 Wochenzeitungen 176 1,4 0,7 Anzeigen-/Annoncenblätter 190 1,5 -2,8 Bücher/kartografische Erzeugnisse 901 7,2 -1,0 Bedruckte Etiketten 1.244 10,0 -0,2 Kalender/Karten 161 1,3 3,2 Sonstige Druckerzeugnisse 1.756 14,1 2,2 Summe Druckerzeugnisse 12.491 100,0 -1,7 Druck- und Medienvorstufe 977 58,0 -1,5 Druckweiterverarbeitung 707 42,0 -7,5 Summe Druckdienstleistungen 1.684 100,0 -4,1 Gesamt 14.175 -2,0 Berichtskreis: Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten Quelle: Produktionserhebung im Verarbeitenden Gewerbe, Statistisches Bundesamt, vorläufige Werte; Datenstand: 12. April 2019 Berechnungen: bvdm Mama anrufen Nur ein Vorschlag, was Sie mit all der Zeit anfangen könnten, die Sie dank unserer effizienten Branchensoftware plötzlich haben. Die führende Software für Druckereien + Verlage. 02/2019 // 27