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NUTZEN DIE PROFIS

NUTZEN DIE PROFIS Spielemacher mit Auszeichnung Spiele sind im Trend. Laut Spieleverlage e. V. ist die Nachfrage nach Brettund Kartenspielen 2018 in Deutschland weiter gewachsen. Das Hamburger Unternehmen copy-druck stellt für MeinSpiel personalisierte Spiele her. Das Besondere dabei: Mithilfe eines selbst entwickelten Auftragsmanagementsystems wird die Produktion automatisch abgewickelt und die Druckbogen werden optimal ausgenutzt – das entlastet die Umwelt. Ein sparsamer Umgang mit Ressourcen und ein ökonomisch und ökologisch sinnvolles Arbeiten sind für copy-druck Herzensangelegenheiten. Wie sieht die Zusammenarbeit von copy-druck und MeinSpiel aus? Winterseel: Vor knapp zehn Jahren hatten wir zunächst die Aufgabe, aus einer Serienproduktion eine personalisierte Produktion zu machen. Dafür haben wir ein Konzept entwickelt. Anfangs haben wir den Druck und die Weiterverarbeitung ausgeführt, mittlerweile ist die gesamte Produktion bei uns im Haus – durch unser System sind wir in der Lage, komplett digitalisiert große Mengen an individualisierten Spielen herzustellen und an den Endkunden zu schicken. Wir legen großen Wert darauf, nur das zu produzieren, was jemand tatsächlich haben möchte.“ Jens Beckmann Beckmann: Ab dem Moment, wo ein Kunde auf den Knopf drückt und etwas gestaltet, läuft sein Auftrag per Datenbank vollständig automatisiert zu uns. Sie nutzen ein selbst entwickeltes Auftragsmanagementsystem. Warum? Winterseel: Weil wir sehr lösungsorientiert arbeiten. Bei bestehenden Systemen nutzt man meistens nur 20 Prozent und bekommt nicht genau das, was man braucht. Deshalb haben wir ein Konzept für unseren Produktionsweg geschrieben und bilden das Ganze in einem modular aufgebauten System ab. Michael Winterseel (Stabsstelle der Geschäftsleitung/ Projektentwicklung und Qualitätssicherung) und Jens Beckmann (Inhaber/Geschäftsführer copy-druck) vor der Klimakontrolle der Produktion. Wie funktioniert der Bestellprozess? Winterseel: Im Onlineportal können Sie unterschiedliche Dinge bestellen. Beispielsweise ein Spielbrett mit einer Spielverpackung, mit Familienfotos bestückte Spielkarten und weitere Produkte mit individuellen Schachteln usw. Wir nehmen diese jährlich circa 28 // 02/2019

NUTZEN DIE PROFIS Die Verarbeitung der Spiele ist automatisiert. Identifiziert werden sie durch Scancodes. 180.000 Aufträge individualisierter Karten-Sets, die unterschiedliche Produkte enthalten, auseinander, bringen sie auf eine Produktionsstrecke und fügen sie am Ende wieder zusammen, sodass daraus eine Lieferung für den Kunden entsteht. Wer sind Ihre typischen Kunden? Winterseel: Es gibt eine große Fraktion im Fantasy-Bereich. Das ist ein Wachstumsmarkt. Die Leute erweitern bestehende Spiele um eigene Kartensets oder entwickeln komplett neue Spiele. Dann gibt es die, die einfach nur sich selbst und ihre Familie abbilden, oder Firmenaufträge. Wir drucken alles von Auflage 1 bis Auflage 10.000. Jedes Spiel kann individuell verpackt werden. Sie sind ein „Best Practice-Unternehmen“ Beckmann: Das stimmt. Im Rahmen der Ökozertifizierung wurden unsere Prozesse durch einen Prüfer der Handelskammer Hamburg untersucht. Er hat dabei festgestellt, dass wir unsere Abläufe durch die Optimierung von Druckbogen mit Ökointeressen optimal verknüpfen. Er war begeistert. Die Kammer hat uns als eines von zehn Unternehmensbeispielen ausgezeichnet, die vorbildlich nachhaltig handeln. Was macht copy-druck so besonders? Winterseel: Wir sind nicht nur in der Lage, individuelle Spiele, sondern individuelle Auflagen von Karten für diese Spiele zu produzieren – und in unterschiedlichen Größen. Das auf einem Druckbogen zu versammeln, das ist die Besonderheit. Unser System kombiniert die Aufträge so sinnvoll wie möglich miteinander. Bei einer Produktion mit so hoher Individualität sind wir inzwischen bei einem Nutzengrad von 94 bis 97 Prozent des Papiers. Durch die heterogenen Just-in-time-Bestellungen wurden Tausende Bogen nicht vollständig genutzt – viel unbedruckte Fläche. Jetzt vermeiden wir Papierabfälle. Auch der Energiebedarf wird geringer durch die Bündelung mehrerer Arbeitsschritte in einem Arbeitsvorgang. Das ökologische Engagement ist Ihnen ganz wichtig. Beckmann: Ja, das gehört zu unserer Unternehmensphilosophie. Wir legen großen Wert darauf, nur das zu produzieren, was jemand tatsächlich haben möchte. So vermeiden wir Ausschuss und Übermengen. FOTOS: COPY-DRUCK 02/2019 // 29