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NUTZEN DATENSCHUTZ Wenn

NUTZEN DATENSCHUTZ Wenn nichts mehr geht ... Mitarbeiter bekommen keine E-Mails, können ihre Terminkalender nicht aufrufen und auch keine Rechnungen schreiben. Aufträge werden nicht bearbeitet, die Produktion stoppt. Die Firma wurde gehackt. Wer einmal gesehen hat, wie sich Dokumente oder Kundendaten auf seinem Bildschirm in kryptische Zeichen verwandeln, der weiß, wie sich echte Panik anfühlt. Getoppt wird das noch, wenn wie von Geisterhand der Hinweis erscheint, dass nur eine Zahlung von mehreren tausend Euro – üblicherweise in der anonymen Digitalwährung Bitcoin – zur Entsperrung der verseuchten Daten führe … und wenn nicht? Der blanke Horror. Eine Studie des Verbandes Bitkom belegte im Sommer 2017: Jedes zweite deutsche Unternehmen wurde in den vergangenen zwei Jahren digital angegriffen, Tendenz steigend. Gestohlen wurden sensible digitale Daten (17 %), Kommunikationsdaten wie E-Mails (41 %), Finanzdaten (36 %), Kundendaten (17 %), Patente, oder Informationen aus Forschung und Entwicklung (11 %) und Mitarbeiterdaten (10 %). Und doch sind trotz dieser Zahlen bundesweit bislang nicht einmal die Hälfte aller Unternehmen auf Cyberangriffe vorbereitet. „Den Täter“ gibt es nicht Experten warnen: Es ist nicht die Frage, ob es einen erwischt, sondern nur noch, wann. Ein hohes Risiko liegt Umfragen zufolge im eigenen Betrieb. So seien CYBER-ANGRIFFE MIT DEM GRÖSSTEN BEDROHUNGSPOTENZIAL Defacement von Webseiten Sabotage von industriellen Steuerungssystemen Sabotage von Büro-IT / allgemeinen Serversystemen Manipulation von Webseiten zur Malware-Verteilung Missbrauch von Systemen für weitere Angriffe Hacking: Datendiebstahl APT - langfristige Infiltration für komplexe Angriffe Gezielte Infektion mit sonstiger Malware Ungezielte Infektion mit sonstiger Malware Infektion mit Ransomware (gezielt/ungezielt) (D)DoS-Angriffe auf andere Netzinfrastrukturen (D)DoS-Angriffe auf Internetauftritte Andere 0 50 100 150 200 250 Quelle: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik | Ergebnisse der Cyber-Sicherheits-Umfrage 2016, 331 Befragte. 14 // 03/2017

NUTZEN DATENSCHUTZ WAS SIND DIE HAUPTURSACHEN FÜR CYBERVORFÄLLE? Ehemalige oder aktuelle Mitarbeiter 63 % Wettbewerber, Kunden, Lieferanten oder Dienstleister 41 % Hobby-Hacker 21 % Organisierte Kriminalität 7 % Quelle: Bitkom die „Täter“ besonders häufig ehemalige oder aktuelle Mitarbeiter (63 %), die das Unternehmen in die Katastrophe führen. Da reicht das verlorene Smartphone, das Tablet, mit dem die Kinder einen Virus eingefangen haben, oder ein USB-Stick, den man als Werbegeschenk auf einer Messe bekommen hat und dann in den Bürorechner steckt. Wenn Angriffe extern verursacht werden, dann geht das laut 41 % der betroffenen Unternehmen von Wettbewerbern, Kunden, Lieferanten oder Dienstleistern aus. 21 % der Attackierten machen Hobby-Hacker verantwortlich und 7 % verdächtigen Personen aus der organisierten Kriminalität. Sicherheit wird zum Wettbewerbsvorteil War Informationssicherheit vor einigen Jahren in erster Linie ein IT-Thema, ist es heute auch für Druck- und Medienbetriebe ein zunehmend wichtiger Wettbewerbsfaktor. Denn hier sind Digitalisierung, onlinebasierte Kundenbeziehungen, Arbeiten in der Cloud und Industrie 4.0 zentrale Themen – und das macht sie verwundbar. Deshalb fordern immer mehr Kunden handfeste Nachweise über Sicherheitsvorkehrungen in den Betrieben, bevor sie Aufträge vergeben. Der Leitfaden des Bundesverbandes Druck und Medien bietet Empfehlungen und Checklisten für Betriebe. Erhältlich ist er unter bvdm-online.de/cybersicherheit 03/2017 // 15