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Den Digitaldruck fest im

Den Digitaldruck fest im Griff! ÜBERBETRIEBLICHE AUSBILDUNG Die Überbetriebliche Ausbildung Druck & Medien unterstützt Druck- und Medienunternehmen bei der Ausbildung der angehenden Mediengestalter Print und Medientechnologen Druck und Druckverarbeitung. Aus diesem Grund ist auch der Digitaldruck mit moderner Technologie ein Teil des Kursangebotes. Die beiden Dozenten Gunnar Moritz, Industriemeister Druck, und Ingo Kellerwessel, Diplom-Grafikdesigner, lassen sich regelmäßig selbst nach den Kriterien des Qualitätssiegels Digitaldruck prüfen. Ein Praxisbericht. II 03/2017

Foto: Ronny Willfahrt Im Vergleich zum Offsetdruck stellt der Digitaldruck besondere Herausforderungen an eine Druckerei, denn die Herangehensweise ist sehr verschieden. Während der Offsetdruck auf einer weitgehend standardisierten Grundlage basiert, sind die Technologien im Digitaldruck in sich so heterogen, dass eine vergleichbare Grundlage bis heute fehlt. Ein Offsetdrucker nähert sich an seiner Maschine auf Grundlage des PSO den vorgegebenen Farborten an, indem er seine Druckfarbe mit dem Papier abstimmt und die benötigten Farbschichtdicken ermittelt. Die vorgegebenen Tonwertzunahmen in den Rastertönen werden über die CtP-Kennlinien justiert. Die Ansteuerung der Soll-Farborte und der gewünschten Tonwertzunahmen führt zu einem Druckergebnis, welches sich mit den Standard-ICC-Profilen der ECI vorhersagen, also proofen lässt. Für den Digitaldruck hingegen existieren keine darauf abgestimmten ICC-Profile. Die übliche Praxis ist, die Datenaufbereitung auch im Digitaldruck mit Offset-Profilen vorzunehmen. Für den Digitaldrucker bedeutet das, dass er eine fremde Druckbedingung simulieren muss, da die Datenerzeugung und seine spezifische Druckausgabe keine Einheit bilden, so wie es im Offsetdruck der Fall ist. Worauf dabei zu achten ist, das verdeutlichen Gunnar Moritz - Ausbilder Print | Postprint - und Ingo Kellerwessel - Ausbilder Preprint - angehenden Digitaldruckern im Rahmen ihrer Kursangebote in der Überbetrieblichen Ausbildung Druck & Medien in Oldenburg. Das Qualitätssiegel Digitaldruck hilft ihnen dabei, die Qualität der seit fünf Jahren eingesetzten Konica Minolta C6000 Digitaldruckmaschine auf einem hohen Niveau zu halten. Insofern ist die Zertifizierung ein willkommenes Mittel, um die eigenen Fähigkeiten und Abläufe regelmäßig zu überprüfen und fortlaufend zu verbessern. Auf den Farbort kommt es an“ Vorbereitung Das QSD verlangt u. a. den Abdruck einer Testform gemäß einer zu simulierenden Druckbedingung. Für die Festlegung der passenden Simulationsbedingung sind das verwendete Drucksystem und das Papier entscheidend. Insbesondere bei Tonersystemen ist häufig eine Buntton-Differenz für die reinen Primärfarben im Vergleich zu einer Offset-Druckbedingung festzustellen. Die Auswahl des Papiers wirkt sich entscheidend auf die Buntton-Differenz aus, da die Eigenfärbung des Papiers in das gedruckte Farbergebnis hineinwirkt. Diesem Thema kommt in der Vorbereitung einer QSD-Prüfung in der Regel eine wichtige Bedeutung zu. Die Ausbilder in der üa haben festgestellt, dass ihre üblicherweise eingesetzten Digitaldruckpapiere im Zusammenspiel mit den Tonern ihrer Digitaldruckmaschine nicht sicher genug die Toleranzen des QSD zur Referenz für gestrichenes Bilderdruckpapier nach Offset-Bedingungen erfüllten. Eines dieser Papiere sollte aber trotzdem für die Prüfung verwendet werden. Dieses wurde ICC-profiliert und das Profil als individuelle Referenz für die QSD-Prüfung festgelegt. Die Orientierung am Offsetdruck wurde somit also abgelegt. Das QSD ermöglicht dieses Vorgehen, um die Zertifizierung praxisgerecht zu gestalten. Zuvor wurde die Maschine noch gemäß Herstellervorgaben grundjustiert. Dies beinhaltet Justagen, die sich auf die Bogenführung sowie die Homogenität auswirken. Das darauf abgestimmte Farbmanagement führte in der Vorbereitung zu einem stabilen und wiederherstellbaren Druckergebnis, welches die Anforderungen der QSD-Prüfung sicher erfüllen konnte. 03/2017 III