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NUTZEN GESUNDHEIT

NUTZEN GESUNDHEIT GESUNDHEITS-VIELFALT AM KIOSK Zeitschriften: Vergriffene Auflagen und Rekordhalter Um sich von der wachsenden Bedeutung des Marktes für gesunden Lebensstil zu überzeugen, genügt ein Gang zum Kiosk. Ob „Focus Gesundheit“, „Bunte Gesundheit“, „vital“ oder „Focus Diabetes“: Zeitschriftentitel mit dem Schwerpunkt auf Gesundheit, gesundem Lebensstil, gesunde Ernährung oder Fitness boomen. Fast jedes große Wochenmagazin hält sich inzwischen einen Gesundheits-Ableger. Selbst im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ findet man mehrmals im Jahr die Gesundheitsbeilage „wohl“. Hinzukommen Titel mit dem Schwerpunkt Achtsamkeit und „slow living“ wie „einfach sein“, „hygge“, „feel good“, „ma vie – die Kunst, sich Zeit zu nehmen“ oder „Happy Way“. Besonders eindrucksvoll illustriert der Erfolg des Titels „Dr. v. Hirschhausens Stern Gesund leben“ das Potenzial des Themas Gesundheit im Zeitschriftenmarkt. Das Heft wurde zu Jahresbeginn 2018 von Gruner + Jahr eingeführt. Schon nach einer Woche war die Erstausgabe mit einer Auflage von 200.000 im Handel vergriffen. Der Verlag jubelte und druckte umgehend 90.000 Exemplare nach. Von der Freude der Verlage an neuen Zeitschriftentiteln zeugt besonders der Ernährungsbereich: „Leichte Küche, leichtes Leben“ verspricht etwa „low carb“, das sich als Cookazine mit Rezepten, Tipps, Interviews und einem kostenlosen Abnehm-Wochen-Plan für Sport und Ernährung in die eindrucksvolle Flotte an Food-Titeln des Hauses BurdaHome einreiht. Das „Flaggschiff“ des Gesundheitsmarktes liegt jedoch nicht am Kiosk, sondern in den Apotheken. Seit 1956 erhält man dort als Kunde kostenlos die „Apothe- ken Umschau“ des Wort & Bild-Verlags. Zumindest wenn der Apotheker sie abonniert, was 90 Prozent der rund 20.000 Pharmazien Rekordhalter und Dauerbrenner, in Deutschland erfolgreich im Markt seit 62 Jahren. tun. Denn der Verlag versteht sich als deren Partner: Jede Apotheke hat die Möglichkeit, ihr Magazin zu individualisieren – etwa mit Logo oder Firmenstempel. So erhält sie ein hochwertiges Kundenmagazin, das medizinische Themen einfach und verständlich erklärt. Und die „Apotheken Umschau“ ist ein Riese. Nicht nur im Gesundheits-, sondern im gesamten Zeitschriftenmarkt: 9,3 Millionen verkaufte Exemplare pro Monat mit rund 20 Millionen monatlichen Lesern, Tendenz steigend. Plus die weiteren Publikationen, die der Word & Bild-Verlag lanciert hat: der „Diabetes Ratgeber“, der „Senioren Ratgeber“, das Kindermagazin „Medizini“, das Heft „Baby und Familie“ und das Patientenmagazin für Arztpraxen „HausArzt“. 10 // 03/2018

NUTZEN GESUNDHEIT Stark im Markt: Print als Ratgeber, Orientierungshilfe und entspanntes Lesevergnügen. Von der Kasse bis zur Praxis: Print gewinnt Aber auch im ersten Gesundheitsmarkt tummelt sich Print. Dieser umfasst Krankenversicherungen sowie sämtliche offiziellen Leistungserbringer der Branche: Ob Arztpraxen, Krankenhäuser, Physiotherapeuten, Optiker, Akustiker, diagnostische Einrichtungen, Hebammen, Arzneimittelhersteller, ambulante Pflegedienste oder Reha-Organisationen – alle lassen drucken. Zum Beispiel Formulare, Briefbögen, Flyer, Broschüren, Displays, Schilder, Wegeleitsysteme, Etiketten, Visitenkarten, Plakate, Blöcke, Jahresberichte oder Magazine. Derzeit gibt es 113 gesetzliche und 45 private Krankenversicherungen und die allermeisten von ihnen schicken ihren Versicherten regelmäßig ein Kunden- oder Versichertenmagazin. Damit informieren sie ihre Klientel über Angebote und Gesundheitsthemen, präsentieren sich in bestem Licht und werben mit gezielten Aktionen um neue Kunden. Ihrer gesetzlichen Informationspflicht gegenüber ihren Versicherten „zur Aufklärung über Rechte und Pflichten aus der Sozialversicherung“ könnten sie natürlich auch mit trockenen Informationsbriefen nachkommen; aber warum auf einen bewährten Marketingkanal verzichten – zumal im härter gewordenen Wettbewerb? Die Zahlen sind eindrucksvoll: 5,8 Millionen Hefte druckt beispielsweise die Barmer zweimal im Jahr. Die Techniker Krankenkasse mit 11 Millionen Versicherten hat im Zuge ihres Markenrelaunchs das alte Kundenmagazin „TK aktuell“ eingestellt – und dafür zwei neue geschaffen! Junge Versicherte erhalten nun das Heft „MGZN“, Kunden ab 30 Jahren bekommen „Das Magazin“. Werbung ist im Gesundheitsbereich aus guten Gründen stark reglementiert und nur eingeschränkt möglich. Aber selbst Ärzte dürfen Marketing in eigener Sache betreiben. So stellt die Kassenärztliche Bundesvereinigung klar, dass Arztpraxen durchaus Flyer, Informationsbroschüren oder Praxiszeitungen mit organisatorischen Hinweisen und Mitteilungen zum Leistungsspektrum sowie Angaben zur Person in der Praxis auslegen oder dort aktiv verteilen dürfen. Auch können sie Kalender, Kugelschreiber und andere „Mitgaben von geringem Wert“ an die Patienten weitergeben. Und die Zahl der auf dieses Segment spezialisierten Agenturen lässt den Schluss zu, dass immer mehr niedergelassene Ärzte auch davon Gebrauch machen. » Im Krankenhaus und in der Praxis geht nichts ohne Print. Bild: shutterstock.com/Daisy Daisy 03/2018 // 11