Aufrufe
vor 2 Jahren

Nutzen 3-18 vdmno

  • Text
  • Druck
  • Unternehmen
  • Medien
  • Gesundheit
  • Branche
  • Informationen
  • Bvdm
  • Druckereien
  • Deutschen
  • Steinbacher
  • Vdmno
  • Www.vdmno.de

NUTZEN GESUNDHEIT Bild:

NUTZEN GESUNDHEIT Bild: shutterstock.com/liveostockimages Vorbeugen heißt informieren, heißt drucken Gesundheit ist längst ein Thema, das nicht erst dann auf den Tisch kommt, wenn Krankheit sich bereits breitmacht. Das hat auch der Gesetzgeber erkannt. Mit dem Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (kurz: Präventionsgesetz) werden jährlich mehr als 500 Millionen Euro in Maßnahmen investiert, damit die Bevölkerung gar nicht erst krank wird. Das Geld kommt Kitas, Schulen, Kommunen, Pflegeeinrichtungen und Betrieben zugute, also den sogenannten Lebenswelten, in denen die Gesundheit von Schülern, Bürgern, Klienten und Mitarbeitern gestärkt werden soll. Beispielsweise durch Entspannungs- und Rückenkurse, Ernährungsberatung, Hilfen bei der Stressbewältigung oder durch die Formulierung entsprechender Leitbilder im Betrieb und deren transparente Kommunikation. Allesamt Maßnahmen, für deren Teilnahme geworben werden muss. Und das geht am besten: gedruckt. „Lesen Sie die Packungsbeilage …“ – Gesetzlich vorgeschrieben für sämtliche Fertigarzneimittel sind weiterhin die Beipackzettel. Mit modernster Maschinentechnologie und gut ausgebildeten Teams produzieren Druckereien ungezählte Varianten dieser unverzichtbaren Informationsschriften. Vom einfachen ungefalzten Beipackzettel bis hin zum spezialgefalzten Produkt auf Dünndruckpapier inklusive mikroperforiertem Verschlussetikett. Gesundheit wird gern in Ruhe gelesen Wenn man bedenkt, wie sehr Gesundheit mit Werten wie Achtsamkeit oder Entspannung verknüpft ist, überrascht es vielleicht nicht, dass Print und Druckerzeugnisse in diesem Markt so erfolgreich sind. Schließlich gilt nicht ohne Grund, dass Lesen auf Papier eine erholsame Unterbrechung aus dem Alltagsstress bietet. Denn dabei schaltet unser Gehirn in eine Art Flanier-Modus und sorgt für regenerative Pausen. Entsprechend ist Gesundheit auch auf dem Buchmarkt stark. Über 300 Millionen Euro erwirtschafteten die Verlage im Jahr 2015 mit Buchtiteln zu Gesundheitsthemen – das entspricht immerhin rund 3,4 Prozent Umsatzanteil am Gesamtmarkt. Größten Anteil daran hat der Ernährungsbereich – Titel wie „Weizenpampe“ und „Grüne Smoothies“, die sich auch auf Platz 1 und 3 der Bestsellerliste fanden, trugen sicher dazu bei, gefolgt von den Themen Entspannung, Yoga und Meditation sowie alternative Heilverfahren. Am stärksten gewachsen sind 2015 gegenüber dem Vorjahr die Themen Fitness (einschließlich Aerobic, Bodybuilding, Gymnastik) mit 18 Prozent Zuwachs, Schönheit und Kosmetik (+6,2 Prozent) und Ernährung (+5,4 Prozent). 12 // 03/2018

NUTZEN GESUNDHEIT VERPACKUNGSDRUCK Höchste Ansprüche an den Verpackungsdruck Gesundheit ist mehr als nur die Abwesenheit von Krankheit, aber in ihrem Kernbereich ist sie eben genau das: Medizinische Versorgung mit Mitteln und Methoden, die Leben retten oder verlängern, die Schmerzen lindern, Beschwerden dämpfen, die einfach heilen können. Und darunter fallen Arzneimittel und Medikamente, die verpackt, verschickt, gelagert, auch für Laien verständlich beschriftet und gemäß Verordnung verabreicht werden sollen. Dies ist ein Bereich, in dem Print seine Stärken in besonderer Weise ausspielen kann. Denn die Anforderungen an den Verpackungsdruck sind hoch. 2011 hatte die Europäische Union bestimmt, dass Medikamente ab Februar 2019 fälschungssicher verpackt und gehandelt werden müssen. Von da an sollen sämtliche Verpackungen rezeptpflichtiger Medikamente eine individuelle Seriennummer tragen. So kann der Apotheker diese bereits bei der Anlieferung und ein weiteres Mal bei der Abgabe an den Patienten einscannen. Dabei wird die Packung als „abgegeben“ aus der Datenbank gebucht. Die Verpackungen müssen alle relevanten Informationen zu Wirkstoffen und Dosierung klar darstellen. So klar, dass es auch in Krankenhäusern, wo zahllose Medikamente in großer Zahl verabreicht werden, zu keinen Verwechslungen kommt. Für Menschen mit Sehbehinderung müssen die wichtigsten Informationen – Name und Wirkstärke – auch in Braille-Schrift aufgebracht werden. Zusätzliche Informationen wie Darreichungsform und Verfallsdatum können vom Hersteller freiwillig gesetzt werden. Zudem sind Pharma-Verpackungen so herzustellen, dass erkennbar ist, ob sie schon einmal geöffnet wurden. Tabletten und Kapseln werden zu ihrem Schutz in Blisterverpackungen geliefert, manche aber auch in Flaschen, Flüssigkeiten wiederum oft in Injektionsfläschchen (Vials). Der Aufdruck muss dauerhaft abriebfest sein und selbstverständlich müssen Material und Druck höchsten hygienischen Anforderungen genügen. Die schlaue Schachtel Mit dem Zukunftssegment Printed Electronics kann die Druckindustrie aber noch viel mehr: Die August Faller GmbH hat etwa eine intelligente Medikamentenverpackung entwickelt, die weiß, wann die nächste Tablette eingenommen werden muss. Die Verpackung mit E-Paper-Display und elektronischen Bedienelementen zählt die Tabletten herunter, erinnert den Patienten an die korrekte Uhrzeit zur Einnahme und meldet sich, wenn es Zeit ist, ein neues Rezept zu bestellen. Mithilfe einer eigens entwickelten App und via Bluetooth können Arzt oder Apotheker sogar die erstellte individuelle Einnahmeverordnung an die Faltschachtel übertragen. All das ist nur mit Hightech, Innovationsstärke, Prozessqualität und vor allem hochqualifizierten Fachkräften zu schaffen. Und vor allem zeigt es, in welchem Ausmaß Druck- und Medienunternehmen im Stande sind, sich auf die Belange und Geschäftsfelder anderer Industrien einzustellen. Ob im Blister, in der Flasche oder im Injektionsfläschchen: Medikamente werden in vielfältiger Weise verpackt – und die Verpackungen bedruckt. Bild: 123rf.com/rawpixel 03/2018 // 13