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PRINTXMEDIA – BERATUNG

PRINTXMEDIA – BERATUNG UND DIENSTLEISTUNG Unternehmenserfolg durch Controlling: MIS-Software bietet Unterstützung Der Verband Druck & Medien NordOst greift gemeinsam mit den anderen Landesverbänden auf das Beraternetzwerk der printXmedia zurück. Beratung und Dienstleistung in den Bereichen Technik, Umwelt und Betriebswirtschaft stehen im Fokus. Wenn es um die erfolgreiche Führung einer Druckerei geht, ist sich Joachim Wolpers, Prokurist der printXmedia Consult Nord-Ost GmbH und Referent Betriebswirtschaft beim Verband Druck & Medien NordOst e.V., im Gespräch mit der NUTZEN-Redaktion sicher: Ohne ein leistungsstarkes Management-Informationssystem, kurz MIS, geht es nicht mehr. Wie er zu dieser Meinung kommt, erläutert er uns in diesem Interview. Herr Wolpers, Sie empfehlen Druckereien ausdrücklich die Einführung und Nutzung eines Management-Informationssystems. Warum? Die Abläufe innerhalb einer Druckerei sind heute so komplex, dass das Management nicht nur auf die Technik, sondern auch auf die Kosten- und Leistungsrechnung sowie das Controlling schauen muss. Erfolgreiche Unternehmen der Druck- und Medienbranche wissen heute exakt, welche Kosten für die Produktion eines bestimmten Druckerzeugnisses anfallen beziehungsweise angefallen sind und können darauf aufbauend die passgenauen Angebotspreise ableiten. Ohne ein modernes MIS, wie zum Beispiel pagina|net oder die lizenzkostenlose Version pagina|vdm für kleine Betriebe, ist dies kaum, oder nur mit extrem hohem Aufwand möglich. Nur mit Schätzungen zu kalkulieren oder sich auf das Bauchgefühl verlassen, kann sehr leicht in eine finanzielle Schieflage führen. Viele Unternehmen arbeiten schon mit einem MIS. Werden die Systeme optimal eingesetzt? Die Schwierigkeit liegt bei vielen Unternehmen im Detail. In den meisten Druckereien ist schon ein MIS und eine Vorkalkulation vorhanden. Die in der Vorkalkulation eingesetzten Stundensätze sind jedoch oft schon seit Jahren nicht mehr überarbeitet und aktualisiert worden: Dies gilt auch, für neue Maschinen, die in Betrieb genommen wurden oder die neue Ausrichtung des Unternehmens, zum Beispiel Einführung von Digitaldruck. Auch muss man berücksichtigen, dass es in Joachim Wolpers, Prokurist printXmedia Consult Nord-Ost GmbH den älteren Programmen keine wirklich gute Betriebsdaten-Erfassung gibt. Die Daten können nur teilweise erhoben und anschließend nicht wirklich nutzbringend gespeichert und verarbeitet werden. In den Druckereien sind auch Insel-Lösungen im Einsatz, bei denen Daten in verschiedenen Modulen vorgehalten oder händisch erfasst werden. Weil der Druckmarkt schnelllebig und auch disruptiv ist, sind Geschwindigkeit und Verlässlichkeit aber absolut notwendig: Wer steuert, muss sicher und verlässlich die Informationen zur Hand haben. Was können Unternehmen tun, um hier besser zu werden? Grundsätzlich gilt: es hat sich schon viel getan. Die Bereitschaft, sich betriebswirtschaftlich mit seinem Betrieb auseinander zu setzen, könnte noch größer werden, aber in den letzten Jahren gab es schon sehr positive Entwicklungen, da immer mehr Betriebswirtschaftler in den Führungsebenen der Unternehmen eingesetzt werden. Die Möglichkeiten der Optimierung liegen also im Detail, zum Beispiel im Funktionsumfang und der Leistungsbreite des MIS. Heute muss nicht nur schnell und XII // 03/2018

detailliert kalkuliert und geplant werden, sondern es muss auch eine korrekte Betriebsdatenerfassung – und -auswertung möglich sein. MIS-Systeme für Druckereien gibt es mehrere am Markt. Gibt es eine Empfehlung aus Ihrer Sicht? Wir empfehlen gern pagina|net und pagina|vdm, weil die Verbände Druck & Medien an der Entwicklung dieser Lösungen aktiv beteiligt waren und sich auch heute noch in dem System das von den Verbänden durchdachte betriebswirtschaftliche Konzept wiederfindet. Lassen Sie es mich so ausdrücken: Woran man mitgearbeitet hat, kann man auch mit Überzeugung empfehlen. Hinzu kommt, dass die Anwendung in den letzten Jahren durch viele sinnvolle Funktionen und Auswertungsmöglichkeiten ergänzt und verbessert wurde. Dies gilt auch für Statistiken, die ein Controlling-orientiertes Management möglich machen. pagina|net und pagina|vdm sind aus unserer Sicht Lösungen, die sich gut für die erfolgreiche Führung eines Betriebs eignen. Welche Rolle spielen MISysteme bei Ihrer Beratung? Wir Berater der printXmedia Consult Nord-Ost GmbH bieten Druckereien und Medienbetrieben betriebswirtschaftliche Beratungen in den Bereichen Kosten- und Leistungsrechnung, Druck- und Medien-Kalkulation sowie im Controlling an. Dabei setzen wir gezielt auf die in pagina|net und pagina|vdm abrufbaren Statistiken. Als Branchenexperten können wir dem Unternehmer auf dieser Grundlage sagen, ob man einen Auftrag so anbieten kann oder lieber nicht. Die Wirkung unserer Beratung geht aber noch weiter: Wenn wir die Ist-Kosten-Situation im Unternehmen kennen, können wir mit dem Unternehmer auch Ideen entwickeln, wo und wie sich kostenseitig Verbesserungen erzielen lassen beziehungsweise wo sich eine Investition lohnt. //Hinweis Die Beratung und Dienstleistung der printXmedia Consult Nord-Ost GmbH erhalten Sie als Mitglieder des Verbandes Druck & Medien NordOst e.v. zu vergünstigten Konditionen. Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf, wenn Sie Fragen haben und unsere Unterstützung benötigen. Sie erreichen uns telefonisch unter 0511 338060 oder per Email Ihr@vdmno.de. DATENSCHUTZ-GRUNDVERORDNUNG 100 Tage DSGVO – erste Erfahrungen: Kommt jetzt die große Abmahnwelle? Am 25.05.2018 war es so weit: die viel zitierte Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist EU-weit anzuwenden. Mit ihr sollte das Datenschutzrecht innerhalb Europas vereinheitlicht werden. Am 01.09.2018 blicken wir auf 100 Tage DSGVO. Was ist in diesen ersten 100 Tagen passiert? Über die Auswirkungen im Bereich Datenschutz wurde viel geschrieben und prognostiziert. Die befürchtete Abmahnwelle ist aber bislang nicht eingetreten. Möglicherweise sind selbst die sogenannten Abmahner noch verunsichert. Festzustellen ist aber auch, dass nach Vorgabe der Datenschutz-Grundverordnung nur Betroffene, Aufsichtsbehörden oder Verbände gegen Datenschutzverstöße vorgehen können. In Betracht kommt dies wohl aber auch nur dann, wenn ein Verband oder ein Mitbewerber einen Wettbewerbsverstoß geltend machen kann. Dazu ist erforderlich, dass es sich bei der jeweiligen konkreten DSGVO-Regelung um eine sogenannte Marktverhaltensregel handelt. Nach der Rechtsprechung ist dies dann der Fall, wenn sie einen Wettbewerbsbezug in der Form aufweist, dass sie die wettbewerblichen Belange der als Anbieter oder Nachfrager von Waren und Dienstleistungen in Betracht kommenden Person schützt. Für Datenschutzbestimmungen nach dem bisherigen Bundesdatenschutzgesetz wurde dies bereits vereinzelt abgelehnt. Ob die neuen DSGVO-Normen Marktverhaltensregeln enthalten, ist fraglich. Teilweise wird auch die Auffassung vertreten, dass die DSGVO in den Art. 77- 84 DSGVO eine grundsätzlich abschließende Regelung über die Rechtsdurchsetzung enthält. Dies würde bedeuten, dass es daneben keine anderen Abmahnungen geben kann. Insoweit bleibt abzuwarten, inwieweit die Rechtsprechung derartige Abmahnfälle in der Praxis beurteilen wird. Demzufolge kann es durchaus sein, dass die befürchtete Abmahnwelle weiterhin ausbleibt. Wer dennoch eine Abmahnung erhält, sollte zum einen genau prüfen, ob der Abmahnende dazu überhaupt berechtigt ist und zum anderen, ob tatsächlich ein Verstoß gegen die DSGVO vorliegt. 03/2018 // XIII