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NUTZEN DIE FIRMA Warum

NUTZEN DIE FIRMA Warum es uns seit 400 Jahren gibt Immer auf dem neuesten Stand: Bereits im vorletzten Jahrhundert setzte Dorette von Stern auf den Zeitungsdruck. Regeln brechen, neue Wege gehen, in andere Richtungen denken! Querdenken ist das Erfolgsrezept der Druckerei von Stern in Lüneburg – seit 1614. Nicht 150 Jahre, wie der bvdm, sondern mehr als 400 Jahre Tradition kann die „von Stern’sche“ vorweisen. Begonnen hat es eigentlich schon 1580 mit einer Buchbinderei. 1614 erfolgte die erste eigene Verlagsveröffentlichung: eine Lutherbibel. Das gilt historisch als Geburtsstunde des Unternehmens der Familie Stern (damals noch ohne ,von‘). 200 Jahre lang produzierten die Lüneburger Bibeln für ganz Nord- und Osteuropa. Dazu gehörten teure und aufwendig illustrierte Luxus-Werke, vor allem aber Bibeln im Kleinformat – wir nennen so etwas seit Langem schon Taschenbuch, damals war es eine Innovation. Mutige Entscheidungen, großer Erfolg So richtig spektakulär wurde es danach, als eine Frau das Ruder übernahm. In einer Zeit, da Frauen weit davon entfernt waren, Drucker werden zu können – bestenfalls Hilfsarbeiterinnen – stand Dorette von Stern an der Spitze des Unternehmens. Streng, weitsichtig und erfolgreich. Sie setzte auf Expansion und auf Zeitungsdruck, führte die erste Schnellpresse ein und ebnete immer neue Wege für das Unternehmen, fast 30 Jahre lang, bis zu ihrem Tod 1863. FOTOS: V. STERN’SCHE DRUCKEREI Das Geheimnis hinter ihrem Erfolg? Technischer Fortschritt, Innovationsbereitschaft und die Offenheit der Familie, auch ungewöhnliche Wege zu gehen. Das gilt nicht nur für Produkte und Technik, sondern auch für personelle Entscheidungen. So war das Unternehmen zwischen 1802 und 1838 zwar in Familienbesitz, wurde aber durch Geschäftsführer, damals sogenannte Administratoren, geführt. Unüblich Anfang des vorletzten Jahrhunderts. Mit der Bibel ging es vor rund 400 Jahren los. 16 // 03/2019

NUTZEN DIE FIRMA Herausforderungen als Chance verstehen Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörten die von Sterns zu den drei Familien, denen die Alliierten das Recht zusprachen, die regionale „Landeszeitung für die Lüneburger Heide“ zu publizieren. Ein wichtiger Meilenstein in der Unternehmenshistorie, freilich eine große Chance, aber aufgrund knapper Produktionsmittel auch eine enorme Herausforderung. Sie wurde genauso gemeistert wie später der Übergang vom Bleisatz zum Desktop-Publishing am Computer und der Einstieg in den Digitaldruck. Heute rattern gewaltige Maschinen in den Hallen, sechs Tage die Woche. Es wird zwei Schichten gearbeitet. „Wir drucken hier die 35.000 Exemplare der Lüneburger Landeszeitung und von Zeit zu Zeit andere, zusätzliche Tageszeitungen“, erklärt Geschäftsführer Andreas Jörß. Dazukommen Werbebroschüren, Wochenzeitschriften und andere Blätter. Vorstufenleistungen, Verarbeitung, Veredelung, eine umfassende Kundenberatung und das Angebot für klimafreundliche Produktionen mit dem bvdm-Klimarechner verstehen sich in dem Full-Service-Unternehmen von selbst. Außerdem drucken die „Sterne“ seit 25 Jahren das Magazin „Asphalt – Die soziale Straßenzeitung für Hannover und Niedersachsen“. Mit einer Auflage von 25.000 Exemplaren erscheint das Magazin monatlich und unterstützt damit die Obdachlosen, die das Magazin verkaufen. 30 Jahre lang führte Dorette von Stern die Stern’sche. Mitte des 19. Jahrhunderts schaffte sie bereits die Schnellpresse an. 1645 wurde die Familie Stern in den Adelsstand erhoben. Bis heute führt sie die mittlerweile älteste Druckerei der Welt, die sich in Familienbesitz befindet. Andreas Jörß, Geschäftsführer der von Stern’schen Druckerei: „Nicht Trends nachlaufen, sondern Geschäftsmodelle entwickeln!“ Immer mal was Schönes machen Seit dem Umzug der von Stern’schen aus der Innenstadt von Lüneburg in das Gewerbegebiet Lüneburg-Ost haben die „Sterne“ neue „Mitarbeiter“. Eine große Wildblumenwiese rund um das neue Gebäude bietet schon im achten Jahr einer guten Handvoll Bienenvölkern ein optimales Arbeitsumfeld für ihr Schaffen. Die brummenden „Kollegen“ versorgen sowohl die Mitarbeiter als auch die Kunden mit Honig. „Natürlich sind wir keine professionellen Imker, aber solche Initiativen unterscheiden uns von vielen anderen Unternehmen“, kommentiert Jörß, „sie zeigten den Spirit unseres Unternehmens, Familie eben. Und der hat sich über 14 Generationen bewährt.“ Christian von Stern, Unternehmensnachfolger in 14. Generation. 03/2019 // 17

Aus- und Weiterbildung im NordOsten (bkdmno)

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