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Nutzen 3-19 vdmno

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den müssen. Wichtig ist

den müssen. Wichtig ist dabei nur, dass der vorgenannte Vertreter des Arbeitgebers ranghöher sein muss, als der Zeugnisempfänger selbst. Er muss dem Arbeitnehmer also weisungsbefugt gewesen sein; dieses Merkmal muss der Zeugnisleser ohne weitere Nachforschungen aus dem Zeugnis ablesen können. Als Ausstellungszeitpunkt wird üblicherweise der letzte Tag des rechtlichen Bestands des Arbeitsverhältnisses angegeben, da ein Zeugnis mit einem späteren Datum regelmäßig den Eindruck erweckt, man habe sich bis dahin über den Zeugnistext gestritten. Leistungs- und Verhaltensbeurteilung Das Arbeitszeugnis muss eine Leistungsbeurteilung beinhalten. Hierunter fällt sowohl die Arbeitsbereitschaft (Wollen) als auch die Arbeitsbefähigung (Können). Hinzu kommen erworbene Kenntnisse, der Arbeitseinsatz, Arbeitserwartung und -erfolge sowie etwaige Führungsleistungen. Darüber hinaus hat das Zeugnis auch eine Verhaltensbeurteilung aufzuweisen, die bewertet, wie der Arbeitnehmer gegenüber Vorgesetzten, Arbeitskollegen und – wenn dies der Fall war – gegenüber Kunden aufgetreten ist. Wie eingangs bereits ausgeführt, gehen die Selbsteinschätzung des Arbeitnehmers und die Wahrnehmung des Arbeitgebers in der Leistungs- und Verhaltensbeurteilung oftmals durchaus auseinander. Das Bundesarbeitsgericht hat diesbezüglich deshalb die These aufgestellt, dass der Arbeitnehmer grundsätzlich den Anspruch auf ein Arbeitszeugnis mit der Note „befriedigend“ hat. Sollte er der Meinung sein, eine bessere Note (gut oder sehr gut) verdient zu haben, muss er hierfür Beweis antreten. Sollte der Arbeitgeber seinerseits der Auffassung sein, der Arbeitnehmer sei schlechter als befriedigend (z. B. nur ausreichend) zu beurteilen, ist er seinerseits für diese – schlechtere als befriedigend – Beurteilung beweisbelastet. Schlussformulierung Auch hinsichtlich der Schlussformulierung gehen die Interessen der Parteien in der Regel weit auseinander. Während sich auf Arbeitnehmerseite die Maximalforderung etabliert hat, eine Bedauerns-, Dankes- und Wunschklausel zu fordern („Wir danken Herrn/Frau X für seine/ ihre geleistete sehr gute Arbeit, bedauern sein/ ihr Ausscheiden und wünschen für die Zukunft beruflich und privat alles Gute und weiterhin viel Erfolg“), ist das Interesse des Arbeitgebers an einer derartig überschwänglichen Verabschiedung meist nicht sehr ausgeprägt. Auch hier hat das Bundesarbeitsgericht bereits vor längerem für Klarheit gesorgt. So führt das BAG bereits im Leitsatz seines Urteils vom 11.12.2012 aus: „1. Aussagen über persönliche Empfindungen des Arbeitgebers in einer Schlussformel, z. B. Dank für die Zusammenarbeit, gehören nicht zum erforderlichen Inhalt eines Arbeitszeugnisses. 2. Ist der Arbeitnehmer mit einer vom Arbeitgeber in das Zeugnis aufgenommenen Schlussformel nicht einverstanden, hat er keinen Anspruch auf Ergänzung oder Umformulierung der Schlussformel, sondern nur auf die Erteilung eines Zeugnisses ohne Schlussformel.“ Der Arbeitgeber kann mithin also nicht gezwungen werden, seine Arbeitszeugnisse mit einer Schlussformulierung zu beenden. Klar ist jedoch auch: Wenn er eine Schlussformulierung wählt, darf diese keine versteckten Hinweise enthalten. Eine Formulierung wie: „Wir wünschen unserem Arbeitnehmer für die Zukunft alles Gute, vor allem Gesundheit“, ist somit nach wie vor unzulässig. IMPRESSUM HERAUSGEBER Verband Druck & Medien NordOst e.V. Geschäftsstelle Hannover Bödekerstraße 10 ∙ 30161 Hannover T +49 511 33 80 60 ∙ F +49 511 33 80 620 Nutzen@vdmno.de ∙ www.vdmno.de GESCHÄFTSFÜHRUNG Harald Bareither (V.i.S.d.P.) REDAKTIONSLEITUNG & ANZEIGEN Katrin Stumpenhausen (V.i.S.d.P.) KONZEPT & LAYOUT Claudia Mentzen VDMNO-REDAKTIONSTEAM: Martin Maischak, Ronny Willfahrt, Holger Schürmann, Henning Marcard XVI // 03/2019

NUTZEN NÜTZLICH Ausbildung in der Druckund Medienwirtschaft attraktiv gestalten Die überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen der Verbände unterstützen Sie dabei! N Ü T Z LICH Viele angehende Mediengestalter und Medientechnologen Druck und Druckverarbeitung starteten mit Unterstützung der überbetrieblichen Ausbildung in den Berufsalltag. In den bundesweit überbetrieblichen Ausbildungsstätten der Verbände Druck und Medien können die Auszubildenden das im Betrieb Gelernte in Ruhe festigen, Wissenslücken individuell schließen und sich voll auf Ausbildungsinhalte konzentrieren. Einige der Druck- und Medienverbände halten dafür einen ganzen Maschinenpark vor. Den Auszubildenden stehen Mac- und Windows-Arbeitsplätze, CTP-Belichter, Proofer, Digitaldruckmaschine, Siebdrucktische, Vierfarb-Druckmaschinen sowie Schneide maschinen, Falzmaschinen, Klebebinder und andere diverse Weiterverarbeitungsplätze zur Verfügung. Damit lernen sie in Theorie und Praxis den kompletten Produktionsablauf eines modernen Druckunternehmens kennen. Das spart den Betrieben Zeit- und Personaleinsatz und hilft zum Beispiel, Stillstandzeiten zu vermeiden. Nicht nur der Wettbewerb um gut ausgebildete Fachkräfte, vor allem der um Nachwuchs ist aktuell sehr hart. Aus diesem Grund müssen die Unternehmen der Druck- und Medienbranche noch stärker als bisher selbst ausbilden. „Mit den modern aufgestellten überbetrieblichen Zentren der Verbände Druck und Medien unterstützen wir insbesondere die Mitgliedsunternehmen der Branche mit großem Erfolg“, so der einhellige Tenor der Geschäftsführer der Landesverbände. „In konzentrierter Arbeitsatmosphäre und kleinen Gruppen lassen sich die Lerninhalte so vermitteln, dass am Ende sogar bessere Prüfungsergebnisse herauskommen. Das zeigt unsere langjährige Erfahrung“, so die Ausbilder der überbetrieblichen „Druckwerkstätten“ bundesweit. 03/2019 // 21

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Nutzen 4-2019 vdmno

Aus- und Weiterbildung im NordOsten (bkdmno)

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