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NUTZEN GENUSS

NUTZEN GENUSS VERPACKUNGSDRUCK Premium trifft Premium Apple war Vorreiter in der Disziplin, nicht nur Premiumprodukte, sondern auch Premiumverpackungen zu entwickeln. Daran arbeiten dort ganze Abteilungen. Die Boxen unterstreichen die Wertigkeit des Produktes optisch und haptisch in kaum erreichter Perfektion und führen die stolzen neuen Besitzer geradezu ehrfurchtsvoll an ihre Produkte heran. Diese aufwendige Verpackungskultur, die bislang überwiegend in Japan gepflegt wurde, hat zum Kult der Marke erheblich beigetragen, wird von den Apple-Jüngern hoch goutiert und von Wettbewerbern scharf beobachtet. So hat sich Samsung vor einigen Jahren von seinen beigebraunen Schachteln verabschiedet und produziert nun nahezu ebenso edel wie sein US-Konkurrent. Heute wissen zunehmend mehr Unternehmen, wie wichtig es ist, dem Kunden ein ganz besonderes Gefühl beim Auspacken zu bescheren. Das gilt auch für Hersteller von Konsumgütern: So zeigen die Flaschenetiketten für die Kampagne „Flow Your Way“ von Aqua d’Or einzigartige Designs des dänischen Künstlers Emil Kozak, die Natur und Individualität zum Ausdruck bringen sollen. Die Etiketten sind nicht nur ein eindrucksvolles Beispiel für individualisierten Digitaldruck, sondern folgen auch dem Trend, Genuss von Produkt und Verpackung zu verbinden: Die Wasserflaschen wurden zur Präsentation der Kampagne in einer Kunstgalerie ausgestellt und dort vom Künstler signiert. Mit der Etikettenkampagne „Flow Your Way“ von Aqua d’Or wurden 3,2 Millionen individuell etikettierte Wasserflaschen verkauft. Bild: Danone 10 // 04/2018

NUTZEN GENUSS BUCHGENUSS BEIM LESEN UND BETRACHTEN Genüsslich blättern statt hektisch wischen Bild: ulza – stock.adobe.com Der durchschnittliche Smartphone-Nutzer schaut am Tag 88-mal auf sein mobiles Endgerät, erhält 46 Benachrichtigungen von Apps, sozialen Medien und Algorithmen. Die Erschöpfung, die sich am Ende des Tages einstellt, ist real. Davon zeugt die „Digital Detox“-Bewegung, die sich dem virtuellen Dauerfeuer bewusst zu entziehen versucht. Nicht nur zu Weihnachten sind Bücher daher beliebt, auch im Urlaub wird mehr gelesen als sonst. Denn je größer der Stress durch Termindruck, permanente Erreichbarkeit, soziale Medien und Smartphones wird, desto mehr wächst die Sehnsucht nach Ruhe, selbstbestimmter Gestaltung und freier Zeit und das heißt auch einfach mal in Zeitschriften schmökern, in Feuilletons blättern, Kataloge wälzen oder Rezepte studieren. Bereits vor einigen Jahren hatten Forscher der Universität Sussex in einer Untersuchung festgestellt, wie stark das Lesen eines Buches sich auf das Stress-Level des Lesers auswirken kann. Ein Forscherteam um den Neuropsychologen Dr. David Lewis hatte versucht, die Auswirkung von verschiedenen Entspannungsarten zu messen. Dabei ging es um typische Tätigkeiten, die Menschen zur Entspannung und zur Stressbewältigung machen und auch das hat sehr viel mit Genuss zu tun: zum Beispiel Musik hören, Tee trinken, Spazierengehen oder das Lesen eines Buches. Das Ergebnis war beeindruckend: Beim Musikhören sank das Stress-Level um 61 Prozent, beim Tee- oder Kaffeetrinken um 54 Prozent, beim Spazierengehen um 42 Prozent. Den besten Wert erlangte das Lesen mit einem 68 Prozent niedrigerem Stress-Level. Viele Menschen scheinen diesen Effekt auch ohne die Wis- Fotobücher gelten inzwischen als traditionelles Weihnachtsgeschenk. senschaft zu kennen und genießen ihn ungebrochen. Rund 30 Millionen Deutsche lesen zehn und mehr Bücher im Jahr, weiß Alexander Skipis vom Börsenverein des deutschen Buchhandels und meint: „Das Buch ist tief und fest in der Gesellschaft verankert. Es ist offensichtlich seit mehr als 500 Jahren die perfekte Antwort auf ein menschliches Bedürfnis. Nämlich etwas zu erfahren von anderen Menschen, ihren Erlebnissen, ihren Meinungen und Visionen.“ Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht noch ein Fotoalbum besitzt. Mindestens von den Eltern und Großeltern, meist aber auch aus der eigenen Kindheit. Dann kam die digitale Fotografie und das Bildmaterial aus den Ferien oder von Familienfeiern landete auf Festplatten und Handyspeichern und später auch in den sozialen Medien. So wurden im Jahr 2017 rund 1,2 Milliarden Fotos auf den diversen Plattformen – von Instagram über Google bis Facebook – hochgeladen. Die Dienste locken mit immer mehr Speicherplatz, Bearbeitungsfunktionen und Features. Allein: Wenn es darum geht, sich noch einmal in die tolle Urlaubsstimmung zurückzuversetzen, die schönsten Momente der Hochzeit noch mal zu erleben, das erste Jahr einer Partnerschaft darzustellen, dann setzen immer mehr Menschen wieder auf ein gedrucktes Produkt – das Fotobuch. Die moderne Variante des Fotoalbums ist seit Jahren ein Wachstumsmarkt: Für 2017 bezifferte der Photoindustrie-Verband (PIV) den Verkauf auf 9,4 Millionen Fotobücher im Wert von über 290 Millionen Euro. Schon jetzt seien Fotobücher eng gekoppelt an das Weihnachtsfest und sind beliebte und angesagte Geschenke innerhalb der Familie, aber auch an Freunde, so der PIV Geschäftsführer Christian Müller-Rieker. „Fotobücher zu verschenken wird zunehmend zur beliebten Tradition. Denn: Wurden in den zurückliegenden Jahren Fotobücher an Familie und enge Freunde verschenkt, so ist die Erwartungshaltung groß, auch in diesem Jahr wieder ein persönliches Exemplar an Weihnachten zu erhalten.” 04/2018 // 11