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Nutzen 4-19 vdmno

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Schauen Sie ins Heft und finden Sie Ihren persönlichen vdmno-NUTZEN. In unserem Regionalteil präsentieren wir Ihnen diesmal neben Informationen über unsere Aktivitäten auch Veranstaltungen, Unternehmen und Semi­naren aus der ­Region. Eben alles, was bei uns im NordOsten so passiert.

NUTZEN NÜTZLICH DSGVO

NUTZEN NÜTZLICH DSGVO bleibt ein Risikofaktor N Ü T Z LICH Bei der Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) besteht in deutschen Unternehmen noch erheblicher Nachholbedarf. Eine Studie des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (Bitkom) ergab, dass erst ein Viertel der Verordnung vollständig folgt. Immerhin zwei Drittel (67 Prozent) haben sie zu großen Teilen umgesetzt. Es bestehen jedoch auch in Druckereien immer noch Unsicherheiten bei der Auslegung der neuen Regeln und manche nehmen die Bestimmungen auf die leichte Schulter, weiß auch der bvdm. Deshalb warnt er davor, dass die Behörden sich darauf einrichten, die Kontrollen zu verstärken. So hat die Deutsche Datenschutzkonferenz am 14. Oktober ein Bußgeldkonzept veröffentlicht, um es in der Praxis zu testen. Auf eine Folge des Konzepts sollten sich Unternehmer in jedem Falle einstellen: Die Bußgelder können höher ausfallen als in der Vergangenheit. Wer sich nicht um die Regelungen kümmert und gar nicht erst versucht, seine IT und seine Datenschutzstrukturen sicher zu gestalten, oder keine Datenschutz-Folgenabschätzung unternimmt, muss davon ausgehen, dass das Bußgeld dafür etwa zwei Prozent des Jahresumsatzes betragen kann – und mehr. Bereits zur Einführung der DSGVO hatten die Druck- und Medienverbände beispielhafte Verarbeitungsverzeichnisse und Checklisten mit Erläuterungen erarbeitet, die praxisnah durch das komplexe Thema führen und bei der Umsetzung helfen. Mitglieder der Verbände erhalten die Checklisten nach wie vor kostenlos bei ihrem Verband. Das Konzept der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder zur Bußgeldzumessung in Verfahren gegen Unternehmen finden Sie hier: www.datenschutzkonferenz-online.de Das leisten die Verbände Schnelle Erstberatung persönlich oder am Telefon Vermittlung von Datenschutzexperten und Datenschutzbeauftragten Kooperation mit professionellen Datenschutzexperten Typische Beispiele für Verarbeitungstätigkeiten Datenschutz-Checklisten zur Unterstützung bei der Feststellung möglichen Anpassungs- und Handlungsbedarfs 14 // 04/2019

NUTZEN NÜTZLICH N Ü T Z LICH BAG: Neue Befristung nach 22 Jahren Neues zum Berufsbildungsgesetz Es ist geplant, dass unter anderem folgende Änderungen im Berufsbildungsgesetz am 1. Januar 2020 in Kraft treten. Voraussetzung dafür ist die Zustimmung des Bundesrates im November 2019, es lohnt sich jedoch, schon jetzt einen Blick auf die anstehenden neuen Regelungen zu werfen. Festlegung einer Mindestausbildungsvergütung: Azubis erhalten im ersten Lehrjahr mindestens 515 Euro, im zweiten 608 Euro und im dritten 695 Euro. Sind aber für die Berufe andere tarifliche Ausbildungsvergütungen ausgehandelt, dann gelten diese. Die Aufstiegsfortbildung heißt in Zukunft „höherqualifizierende Berufsbildung“. Die folgenden neuen Bezeichnungen für die Fortbildungsstufen sind dabei vorgesehen: Geprüfter Berufsspezialist, Bachelor Professional und Master Professional. So würde der Industriemeister oder der Medienfachwirt den Zusatz „Bachelor Professional“ erhalten. 22 Jahre nach dem Ende eines Arbeitsverhältnisses kann ein neuer Arbeitsvertrag beim selben Arbeitgeber ohne sachlichen Grund wirksam befristet werden. Das hat das Bundesarbeitsgericht am 21. August 2019 (7 AZR 452/17) entschieden. Zwar ist nach § 14 Abs. 2 S. 2 TzBfG die Befristung ohne sachlichen Grund nicht zulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber bereits zuvor ein Arbeitsverhältnis bestanden hat. Das Bundesverfassungsgericht hatte am 6. Juni 2018 (1 BvL 7/14, 1 BvR 1375/14) jedoch erklärt, dass dies nicht gilt, wenn es sich nicht um eine unzulässige „Kettenbefristung“ handelt, etwa weil die Vorbeschäftigung „sehr lang“ zurückliegt. Das BAG hat nun entschieden, dass 22 Jahre als „sehr lang“ anzusehen sind, acht Jahre Unterbrechung dagegen nicht als ausreichend erachtet (23.01.2019 – 7 AZR 733/16). Teilzeitausbildung soll grundsätzlich möglich sein, bisher war dies nur Auszubildenden in besonderen Lebensumständen vorbehalten. Die Arbeitszeit kann dann um maximal 50 Prozent gekürzt werden, wobei sich die Ausbildungszeit entsprechend verlängert. FRAGEN? NUTZEN@BVDM-ONLINE.DE 04/2019 // 15

NUTZEN

NUTZEN 03/2020 Ausgabe NordOst
Nutzen 02/2020 Ausgabe NordOst
Nutzen 01/2020 Ausgabe NordOst
Nutzen 4-2019 vdmno