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Schauen Sie ins Heft und finden Sie Ihren persönlichen vdmno-NUTZEN. In unserem Regionalteil präsentieren wir Ihnen diesmal neben Informationen über unsere Aktivitäten auch Veranstaltungen, Unternehmen und Semi­naren aus der ­Region. Eben alles, was bei uns im NordOsten so passiert.

Adobe eine Rolle

Adobe eine Rolle rückwärts machen würde. Aber das ist nicht geschehen. Was den Anwender ärgert, weil er tiefer in die Tasche greifen muss, das erfreut den Anteilseigner: die Adobe-Aktie verzeichnet seit 2012/2103 einen stetigen Aufwärtstrend, der aber nicht allein mit der Creative Cloud, sondern vielmehr mit der allgemeinen Strategie von Adobe und den zur selben Zeit präsentierten Cloud-Services im Bereich Marketing und Dokumentenverwaltung zu tun hat. Was InDesign betrifft, ist in der Ära der Creative Cloud nicht allzuviel Revolutionäres passiert. In der grafischen Industrie könnte man mit der Funktionsvielfalt der letzten Creative Suite noch ganz gut leben, würden nicht technische Gründe gegen eine Weiternutzung sprechen. Warum DTP am Ende ist und die Zukunft von InDesign offen Die von Adobe gewählte Bezeichnung »Creative Cloud« ist insofern missverständlich, als dass die Software als solche kein Cloud-Service ist, also nicht im Browser läuft. Adobe hat die Kreativwerkzeuge lediglich mit vielen Cloud-Services angereichert, die zum Beispiel die Zusammenarbeit erleichtern. Die Werkzeuge selbst jedoch bleiben lokal zu installierende Desktop-Tools, auch wenn in den App-Stores abgespeckte Mobilanwendungen zu finden sind. Der Trend geht jedoch ganz klar in Richtung Browseranwendung, wie es Google oder Microsoft vormachen. Die Vereinfachung komplexer Prozesse durch künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen, Vernetzung von Systemen und Automatisierung wiederkehrender Abläufe ist nur mit einer hohen Online-Verfügbarkeit auf schnellen Servern möglich. Und Kreativ-Software als Schnittstelle zwischen Content und Design wird darum keinen Bogen machen können. Es wird darum gehen, verschiedenste digitale Datenquellen anzuzapfen, diesen Content kollaborativ im Browser zu bearbeiten und in verschiedenste Online- und (ja!) Printmedien auszuspielen. Es ist davon auszugehen, dass dafür keine proprietären Designformate mehr nötig sind, es dürfte vielmehr um die unterstützten Quellund Zielformate solcher Workflows gehen. Willkommen beim Cloud-based Publishing! So sind die Feierlichkeiten in der Kreativszene anlässlich des 20-jährigen Bestehens von InDesign am Ende vielleicht gleichzeitig der Abgesang auf DTP und möglicherweise der Anfang von etwas Neuem. Bei der jüngsten MAX, Adobe’s jährlicher Hausmesse, bei der traditionell Produktneuheiten vorgestellt werden, wurde zwar eine neue InDesign-Version präsentiert, jedoch wie in den Jahren zuvor ohne revolutionäre Neuheiten. So wie man es strategisch klug mit einem Produkt macht, welches zwar noch Umsatz bringt, aber in die Phase der Degeneration eingetreten ist. Kursentwicklung Adobe Inc. - NasdaqGS - Currency in USD (Quelle: Yahoo Finance) 300,00 $ 250,00 $ 200,00 $ Creative Cloud 150,00 $ 100,00 $ 50,00 $ 31.08.1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 30.08.19 NASDAQ Kursentwicklung der Adobe-Aktie vom 31.08.1999 bis zum 30.08.2019 04/2019 // XV

NUTZEN

NUTZEN 03/2020 Ausgabe NordOst
Nutzen 02/2020 Ausgabe NordOst
Nutzen 01/2020 Ausgabe NordOst
Nutzen 4-2019 vdmno