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Nutzen 4-19 vdmno

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Schauen Sie ins Heft und finden Sie Ihren persönlichen vdmno-NUTZEN. In unserem Regionalteil präsentieren wir Ihnen diesmal neben Informationen über unsere Aktivitäten auch Veranstaltungen, Unternehmen und Semi­naren aus der ­Region. Eben alles, was bei uns im NordOsten so passiert.

Personenaufnahmen: Was

Personenaufnahmen: Was muss vor der Veröffentlichung geklärt sein? Die neuen Regelungen der Datenschutz-Grundverordnung, die seit Mai 2018 in allen EU-Mitgliedsstaaten gelten, sorgen in Vereinen, bei Webseiten-Betreibern aber auch bei Hobbyfotografen für Verunsicherung. Welche Personenfotografien dürfen veröffentlicht werden und welche nicht. Muss ab sofort für jede Personenfotografie eine schriftliche Einwilligung des Abgebildeten vor Veröffentlichung eingeholt werden? Das galt vor dem Mai 2018 In der Vergangenheit wurde auf das Kunsturhebergesetz zurückgegriffen. Danach war zwar grundsätzlich für die Veröffentlichung von Personenfotografien eine Einwilligung der abgebildeten Person erforderlich, aber es gab Ausnahmen. Die Ausnahmen, nach denen Personenfotos auch ohne Einwilligung des Abgebildeten veröffentlicht werden durften, gab es bei Bildern aus dem Bereich der Zeitgeschichte, bei Bildern, auf denen die Person nur als Beiwerk erscheint, und bei Bildern von Versammlungen und Aufzügen. Das gilt nach dem Mai 2018 FOTO: ADOBESTOCK_276638135.JPEG Die Landesbeauftragte für den Datenschutz in Niedersachsen Barbara Thiel hat inzwischen darauf hingewiesen, dass das Kunsturhebergesetz seit der Geltung der Datenschutz-Grundverordnung nicht mehr bei jeder Veröffentlichung von Personenfotografien herangezogen werden kann. Ein Rückgriff auf das Gesetz sei zukünftig nur noch zu journalistischen, künstlerischen, wissenschaftlichen oder literarischen Zwecken möglich. Barabara Thiel führt in einer Stellungnahme zu dem Thema aber aus, dass generell die Umstände, die im Rahmen der Anwendung des Kunsturhebergesetzes dazu führen würden, dass eine Veröffentlichung von Fotos ohne Einwilligung möglich ist, in der Regel auch im Rahmen einer Interessenabwägung nach der DSGVO zu dem Ergebnis führen, dass eine Veröffentlichung zulässig ist und damit keiner gesonderten Einwilligung bedürfen. IMPRESSUM HERAUSGEBER Verband Druck & Medien NordOst e.V. Geschäftsstelle Hannover Bödekerstraße 10 ∙ 30161 Hannover T +49 511 33 80 60 ∙ F +49 511 33 80 620 Nutzen@vdmno.de ∙ www.vdmno.de GESCHÄFTSFÜHRUNG Harald Bareither (V.i.S.d.P.) REDAKTIONSLEITUNG & ANZEIGEN Katrin Stumpenhausen (V.i.S.d.P.) KONZEPT & LAYOUT Claudia Mentzen VDMNO-REDAKTIONSTEAM: Martin Maischak, Ronny Willfahrt, Holger Schürmann, Henning Marcard Im Ergebnis ändert sich also so viel nicht. Festzustellen ist aber, dass, was bislang verboten war, in Zukunft nach der Datenschutz-Grundverordnung auch verboten bleibt. Schutz von Kindern Nach der Datenschutz-Grundverordnung sind Kinder besonders schutzbedürftig. In der Regel ist hier von einer überwiegenden Schutzbedürftigkeit der Betroffeneninteressen auszugehen. Wenn durch das Foto die Privat- und Intimsphäre des Betroffenen erfasst ist, wird ein Vorrang der Interessen des Verantwortlichen in der Regel nicht anzunehmen sein. XVI // 04/2019

NUTZEN WIRTSCHAFT Revision des Güterverzeichnisses für Produktionsstatistiken Mit dem Beginn des Berichtsjahres 2019 ist das Güterverzeichnis für Produktionsstatistiken 2019 (GP 2019) in Kraft getreten und ersetzte die bis zum Ende des Jahres 2018 gültige Fassung GP 2009. Im Rahmen dieses Umstellungsprozesses hat der Bundesverband Druck und Medien dazu beigetragen, dass einige Druckprodukte, die zwar Erzeugnisse der Druckindustrie darstellen, jedoch bisher anderen Branchen zugeordnet wurden, PRODUKTIONSWERTE NACH PRODUKT-/DIENSTLEISTUNGSGRUPPEN Produktarten/-gruppen 1. Quartal 2019 1. Quartal 2018 Mio. Euro Anteil in % Mio. Euro Anteil in % Werbedrucke 1.221 39,8 1.243 39,8 davon: Kataloge 268 8,7 284 9,1 Plakate 130 4,2 115 3,7 Geschäftsberichte 9 0,3 9 0,3 Prospekte 509 16,6 - - Mailings 60 2,0 - - Andere Werbedrucke und -schriften 245 8,0 834 26,7 Geschäftsdrucksachen 291 9,5 306 9,8 Zeitschriften 221 7,2 237 7,6 Zeitungen/Anzeigenblätter 287 9,3 309 9,9 davon: Tageszeitungen 188 6,1 219 7,0 Wochen-, Sonntagszeitungen 40 1,3 42 1,3 Anzeigenblätter, Annoncenzeitungen 58 1,9 48 1,5 Bücher/kartografische Erzeugnisse 220 7,2 228 7,3 Bedruckte Etiketten 359 11,7 326 10,4 Kalender/Karten 20 0,7 26 0,8 Sonstige Druckerzeugnisse 450 14,6 447 14,3 davon: Textildruck (Bedrucken von Bekleidung) 6 0,2 - - Bedrucken von anderen Materialien als Papier 182 5,9 - - Andere Drucke 262 8,5 - - Summe Druckerzeugnisse 3.069 100,0 3.122 100,0 Druck- und Medienvorstufe 217 58,2 241 58,0 Druckweiterverarbeitung 156 41,8 178 42,0 Summe Druckdienstleistungen 373 100,0 419 100,0 Summe Druckerzeugnisse und -dienstleistungen 3.441 3.541 Vorläufige Zahlen; Differenzen durch Rundungen möglich. Berichtskreis: Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten; Quelle: Statistisches Bundesamt, Datenstand: 10.09.2019; Berechnungen: bvdm. in die entsprechenden Produktgruppen der Druckindustrie aufgenommen werden konnten und folglich seit dem Beginn des Jahres 2019 bei den Erhebungen von produktionsstatistischen Daten der Druckindustrie berücksichtigt werden. Zu diesen Produkten gehören bedruckte Etiketten, die in der amtlichen Statistik nicht mehr als ein Erzeugnis der Papierindustrie geführt werden. Andere Produktarten, die der Druckindustrie neu zugewiesen wurden oder aufgrund einer Aufgliederung von aggregierten Positionen erstmals individuell ausgewiesen werden, sind unter anderem Prospekte, Mailings und Textildrucke. Die vorläufigen Ergebnisse der Produktionswertestatistik des ersten Quartals 2019 zeigen, dass insbesondere die Prospekte, die zuvor nicht individuell ausgewiesen wurden, einen Anteil von knapp 17 Prozent an den gesamten deutschen Druckerzeugnissen ausmachen. Ihr Anteil an den Werbedrucken beträgt sogar rund 42 Prozent, sodass ihre wirtschaftliche Bedeutung für die deutsche Druckindustrie im ersten Quartal nahezu doppelt so groß war wie die der Kataloge. Zudem demonstrieren die Ergebnisse des ersten Quartals, dass dem Textildruck nur eine marginale Bedeutung zukommt, da dieser lediglich 0,2 Prozent des Produktionswertes der Druckerzeugnisse ausmacht. Letztendlich entsteht durch diese disaggregierte Darstellung ein informativer Mehrwert, da es nunmehr möglich ist, die wirtschaftliche Signifikanz von bestimmten Druckprodukten zu verstehen und ihre Entwicklung im Zeitverlauf adäquat nachzuvollziehen. 04/2019 // 21

NUTZEN

Nutzen 01/2020 Ausgabe NordOst
Nutzen 4-2019 vdmno